Ja, ich weiß, lieber einmal RICHTIG gekauft (und mehr Geld ausgegeben) als günstige Sets kaufen. Aber ich denke von der Qualität her sollte mir das reichen um ein bisschen in das Thema reinzukommen und mit dem Equipment umgehen zu können.
Da habe ich meine Zweifel. Das kommt mir so vor, als wolle da einer Schreiner lernen und fängt mal mit den Plastikteil von Hobel aus dem Spielzeugkasten seines 3-jährigen Sohnes an zu "arbeiten". Wer lernen will, mit Werkzeug umzugehen, muß Werkzeug in die Hand nehmen - und kein Spielzeug. Autofahren lernst Du auch nicht auf dem Bobbycar.
Das, was ich da auf der von Dir verlinkten Seite gesehen habe, stufe ich mal vorsichtig als Spielzeug ein. Und das nicht zuletzt, weil 120 Ws nicht besonders viel sind. Für Kleinigkeiten könnte es reichen, aber wer sich eine Studioblitzanlage kauft, will bald mehr. Glaub's mir.
Dein Problem fängt aber schon viel früher an. Wer ein Studio haben will braucht ein Strudio - will sagen: Platz.
Kleine Beispielrechnung:
Zwischen Model und Kamera brauchst Du leicht 2m zzgl. Platz für den Fotografen.
Das Model selbst braucht etwa 1m.
Zwischen Hintergrund und Model brauchst Du nicht unter 1.5m (besser mehr!!!), rechnen wir mal incl. Hintergrund 2m, dann sind wir schon bei 5 Meter, die der Raum mindestens tief sein muß.
Breite: Wenn Du links und rechts je einen Blitz positionieren willst, je gut 1m. Das Model dazwischen braucht auch 1m - alles knapp bemessen. Dann bist Du schon bei 3 Meter. Ab 4 Meter darf das Model ab und zu auch mal einatmen.
Wenn Du also weniger als 3 x 5 Meter zur Verfügung hast, wird's knapp. Ab 3x4m geht's mit Einschränkungen (so'n Studio habe ich bei mir stehen, wenn ich mehr als Kopfportraits will, muß ich in andere Räume ausweichen.
Fazit: So sehr ich den Wunsch nach einer studioähnlichen Situation verstehen kann, so sehr möchte ich Dir Enttäuschungen und rausgeworfenes Geld ersparen.
Überlege Dir Deine räumlichen Möglichkeiten noch mal und füttere Dein Sparschwein ordentlich.
LG Lüder