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Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer - Dunkelkammer
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Autor Thema: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer  (Gelesen 6364 mal)

Offline zork minos

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Hallo zusammen,

nachdem ich nun meine ersten, teilweise mehr, teilweise weniger erfolgreichen Schritte im Bereich der analogen Schwarzweiss-Photographie unternommen habe, stellt sich mir nun die nächte Frage: lohnt sich die Anschaffung einer kleinen, gebrauchten Dunkelkammerausrüstung? Und wenn ja, was gilt es da zu beachten? Was braucht man - neben dem Vergrößerer - noch so alles, was ist "Schnickschnack"?

Die Frage mit dem "Lohnen" kann ich mir bei Preisen von 50 Cent pro Abzug (9 x 13) ja fast schon selber beantworten. Doch was es da zu beachten gilt...da bin ich ratlos. Ein bißchen googlen und schauen bei Ebay erbrachte bislang folgende "Erkenntnisse":

Die gängigsten Hersteller von Vergrößeren sind wohl Durst (gibt es anscheinend nicht mehr), Kaiser und Meopta (das ist jedenfalls das, was bei der Bucht meistens angeboten wird). Wichtig scheinen hierbei (was wenig wundert) die verwendeten Optiken zu sein. Da scheinen Produkte der Firmen Rodenstock und Schneider-Kreuznach(?) eine guten Ruf zu haben. Doch da bin ich mit meinen Latein dann auch schon am Ende...

Für alle Tipps, Hinweise (aber auch Einwände) sag ich jetzt schon mal Danke

Schönen Gruß
zork minos (Jörn)


Offline Rainer

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #1 am: 26. Juli 2007, 23:00 »
Wichtig scheinen hierbei (was wenig wundert) die verwendeten Optiken zu sein. Da scheinen Produkte der Firmen Rodenstock und Schneider-Kreuznach(?) eine guten Ruf zu haben.

Wie immer kommt es auf die Ansprüche an. Wenn Du bei 9x13 bleibst, brauchst Du Dir um das Objektiv kaum Gedanken machen - da reicht die einfachste Scherbe.

Bei höheren Ansprüchen rate ich Dir zu einem 6-Linser von Rodenstock (Rodagon) oder Schneider (Componon). Allerdings nützt das beste Objektiv nichts, wenn die Negative nicht die Details zeigen, die technisch möglich wären. Aber angesichts Deiner FD-Objektive habe ich diesbezüglich keine Bedenken - wenn der Fotograf alles richtig macht. ;D

Neben Rodenstock und Schneider kannst Du auf Vergrößerungsobjektive von Nikon und Minolta achten.

Es spricht aber nichts dagegen, erst einmal eine komplette Dunkelkammer zu ergattern, wie sie für wenig Geld oder geschenkt zu haben sind. Ein besseres Objektiv kann man später immer noch nachrüsten.

Als Hersteller kannst Du auch noch den ehemaligen polnischen Hersteller Krokus auf die Liste setzen. Ein solcher Krokus 3, wie er hier

http://www.muzeumfoto.byd.pl/img/eksponaty/DSCF1961.JPG

zu sehen ist, kann schon beeindrucken.

Solide unkaputtbare Technik. Aber auch Dunco nicht vergessen - da gibt es auch gute Geräte.

Mein Tipp: ein Gerät, das Formate bis mindestens 6x6 verarbeiten kann und in der Lage ist, Objektiv und Korpus separat zu verschwenken. Denn dann kann man mit Hilfe der Scheimpflugschen Regel stürzende Linien wieder senkrecht stellen.

Gruß

Rainer

Offline zork minos

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #2 am: 27. Juli 2007, 21:04 »
Hallo Rainer,

ja die FD-Objektive sind super (ich habe mir mittlerweile ein schönes kleines Set zugelegt), die Kamera ist super und das ganze macht VIEL mehr Spaß als die digitale Photographie (was vielleicht auch daran liegt, dass ich in der EDV-Branche arbeite und in meiner Freizeit mich eben NICHT mit Nullen und Einsen, Bits und Bytes, Software und Hardware, Maus und Tastatur usw. beschäftigen will)...

Aber zum eigentlichen Thema: Danke zunächst für deine Hinweise bzgl. Krokus und Dunco. Natürlich will ich nicht bei 9 x 13 bleiben, sondern träume durchaus davon, die Photographie in einiger Zeit so gut zu beherrschen, dass sich auch "geringfügig" größere Abzüge lohnen.

An Verschwenkbarkeit und die Regeln des Herrn Scheimpflug hatte ich auch gedacht. Auch an den Fall des "Wechsels" (kommt dann wohl eher dazu) zum Mittelformat.  Schließlich sind Industrie und Architektur zwei meiner häufigen Motive. Da würde ich mir ungern Wege verbauen.

Na, mal schauen. Noch ist das Thema nicht "tagesatuell"...

Schönen Gruß
Jörn


Offline zork minos

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #3 am: 30. Juli 2007, 21:44 »
Was ist denn von einen Krokus GFA zu halten? Objektiv: Schneider Compognon-S  (2,8/50). Ich könnte evtl. sehr günstig an ein solches Gerät kommen.

Schönen Gruß
zork minos (Jörn)

Offline Rainer

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #4 am: 30. Juli 2007, 22:30 »
Wieso fragst Du das, nachdem Du die Auktion gewonnen hast?  :pfeif:

Jedenfalls hat der Käufer den gleichen Vornamen und ist FD-Fan ;D

Für ein Euro kein schlechtes Geschäft - alleine das Objektiv ist gut und gerne 50 Euro oder mehr wert - auch wenn der Verkäufer der Bezeichnung ein "g" zuviel spendiert hat.

Ich kenne den GFA nicht, aber wie gesagt, Du hast keinen Fehler gemacht. Wichtig ist, dass Du die richtige Farbmischung für die Gradationen der Variokontrast-Papiere herausfindest. Für Durst-Vergrößerer gibt es m.W. Tabellen, aber ich weiß nicht, ob man die Werte übertragen kann.

Welche Filmformate kann man mit dem GFA verarbeiten?

Gruß

Rainer

Ergänzung: inzwischen habe ich herausgefunden, daß die Filterdichten nach dem AGFA-System arbeiten. Das wird Dir beim Googeln helfen.
« Letzte Änderung: 30. Juli 2007, 23:04 von Rainer »

Offline zork minos

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #5 am: 31. Juli 2007, 13:33 »
Fühle mich erwischt... :shame:

Nee, jetzt mal im Ernst: nach dem Auktionsverlauf befürchtete ich, dass ich totalen Schrott eingekauft habe, den außer mir Deppen keiner haben will und ich mich also zum Deppen gemacht habe. Daher diese etwas verklausulierte Frage. Für einen Euro was bei Ebay zu erwischen, was NICHT ein altes, zerfleddertes Taschenbuch ist, ist doch schon ungewöhnlich. Und ganz ehrlich gesagt: es ist mir auch ein wenig peinlich. Hat so ein bißchen was von über den Leisten ziehen (da kann jetzt jeder bei sich denken, dass der Verkäufer doch selber Schuld ist...ich finde es trotzdem irgendwie komisch). 

Danke für den Tipp bezügl. der Farbmischung.

Gruß
zork minos (Jörn a.k.a. FD-Fan)

Offline Rainer

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #6 am: 31. Juli 2007, 18:38 »
Mach' dir keine Gedanken. Jeder, der bei ebay eine Auktion bei einem 1 Euro starten läßt, kennt das Risiko. Außerdem werden solche Geräte für Selbstabholer oft verschenkt, weil die Besitzer keine Lust haben, große Pakte zu packen.

Freue dich auf den Vergrößerer und das schöne Objektiv.

Gruß

Rainer

Krämer

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #7 am: 07. April 2009, 18:25 »
Hallo, Jörn, ich habe einige Jahre Erfahrung mit meiner Dunkelkammer und kann Dir sicher viele Tipps geben. Mein Spezialgebiet ist die genaue Graufilterung nach Kodak für excellente Farbtreue ohne geringste "Stiche".Die Anschaffung des Gerätes ist jedoch sehr teuer - wenn man nicht Gelegenheit zum KAuf von guten gebrauchten Geräten hat. Und dies kann ich Dir anbieten. Schaue bitte im Internet unter kalaydo.net nach und rufe meine Angebotsseite 6718240. Aus Altersgrünmden muß ich mich von all den Herrlichkeiten trennen. Die Teile gehen preiswert weg - auch einzeln, bin auch schon im Gespräch mit Interessenten.
Viel ERfolg!

Andreas Krämer
Tel 02204 249425

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Re: Brauche Tipps für den Kauf einer gebrauchten Dunkelkammer
« Antwort #7 am: 07. April 2009, 18:25 »