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entwicklung ilford hp5 - Dunkelkammer
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Autor Thema: entwicklung ilford hp5  (Gelesen 5089 mal)

Offline DocDickie

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entwicklung ilford hp5
« am: 22. März 2006, 12:37 »
hellas,
also ich hab hier jetzt schon en paarmal gelesen das es bei s/w filmen 2 verschiedene entwicklungsformen gibt, könnte mir das mal einer genauer erklären?
welche chemie und zeiten sind für den hp5 empfehlenswert?
sind die fotos noch brauchbar wenn der film ca 1 monat abgelaufen ist?
außerdem suche ich noch einen guten farbfilm, der sich auch für nen anfänger gut entwickeln lässt.


Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (A. Einstein)


Gruß Dennis

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entwicklung ilford hp5
« am: 22. März 2006, 12:37 »

Offline willi1960

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entwicklung ilford hp5
« Antwort #1 am: 23. März 2006, 13:56 »

Hallo es gibt noch mehr Methoden einen s/w Film zu entwickeln....

Welche zwie Methoden meinst Du ?

Die die art der mechnischen Entwicklung ?
Maschine,Dose,Schale ?

Die Art der Bewgung
Kippen , Rotation

Die Art des Enwicklers
Feinkorn
Empfindlichkeitssteigernd
Rapid

Die Art der weiterverarbeitung
Vergrößerer mit Farbmischkopf
Vergrößerer mit Kondensorbeleuchtung

Fangen wir oben an:
Es gibt Hänge oder Durchlaufmaschinen wie sie Großlabors verwenden - ich denke die scheiden aus. Die Schalenentwicklung ist nicht wirklich praktisch da man den Film in absoluter Dunkelheit mit ausgestrecken Armen durch die Chemie zieht.
Schreckliche Panscherei , kratzeranfällig und gibt dicke Arme.

Einzige für den Amateur gangbarer weg - Dosenentwicklung mit Jobo,Kaiser,Paterson usw. Entwicklungsdaosen.In diese Dosen wird der Film in absoluter Dunkelheit (Zigarette aus) auf eine Spule "gewickelt" - Deckel drauf - Licht und Kippe an.

Jetzt kann man sich entscheiden:
1.) Rotationsentwicklung mit einer "Maschine" die die Dose permanent dreht und die Richtung wechselt - erfordert natürlich andere E-Zeiten als
2.) Die Kippmethode , bei der man die mit Chemie gefüllte Dose in der Hand kippt , sprich auf den Kopf stellt und wieder zurück.

Ich denke Methode 2 ist die am meisten übliche - zumindest im Amateurlabor.
Da gibt es wieder 2 Möglichkeiten:
3 Sekunden Kipprythmus (dose wird alle 3 Sekunden gedreht) oder den 30 secunden Kipprythmus
1 x die Dose in 30 secunden drehen.

Bleiben wir mal bei der 2. methode 30 sec Kippr.das ist die am meisten gängige , dauer zwar etas länger als die beiden anderen ist aber in der Praxis die am einfachsten umsetzbare.

Vorher solltest Du Dir aber Gedanken gemacht haben, bereits bei der Aufnahme , was Du von dem Film resp.von den Motiven erwartest damit Du den richtigen Entwickler wählst.
Standartentwickler - also wird gut - aber es geht halt besser z.b. Ilford Ilfosol,ID-11 oder Kodak D-76
Feinkornentwickler - Superfeines Korn für höchste Detailschärfe aber geringere Empfindlichkeitsausnutzung , z.b. Ilford Perceptol.
Empfindlichkeitssteigernde Entwicklung - 1-3 Blenden mehr empfindlichkeit (evtl.auch mehr) dafür grobes Korn und weniger Kantenschärfe.

Ach so , ich habe die Rapid(schnell)entwicklung vergessen - vergiss sie einfach.
Wenn schnell gehen soll hilft es nicht nur die Entwicklung "schnell zu machen" sondern den ganzen Prozess.(Chemietemperatur auf 37,5 Grad , Entwickler unverdünnt - Gamma egal- Stoppen warum ? - Expressfixierbad möglichst doppelt konzentriert- Wässerung mal eben durchs Becken ziehen - Schlussbad in Petroleum - und dann naoch fönen.
Einmal den Film mit allen Kratzern usw. printen und dann wegwerfen.
Es gibt/gab auch sogenannte Fixierentwickler (tetenal Monotenal) - alles in einer Sosse.
Aber vergiss es lieber.Habe mal als Sportfotograf gearbeitet - da war diese Arbeitsweise ein Muss - wegen der Aktualität.

So , kommen wir jetzt zur weiterverarbeitung - Entscheidend ist der typ des vergrößerers mit dem due die Bilder(Prints) anfertigen möchtest.
Hast Du ein einfacheres gerät mit Kondensorbeleuchtung dann musst Du etwas weicher Gamma .50
entwickeln.
Hast Du ein Gerät mit Farbmischkopf musst Du etwas härter entwickeln da diese Lichtquelle weicheres Licht abgibt Gamma 0.7.
Keine Angst diese werte stehen alle in den Anleitungen zum Entwickler.

Wenn Du Deinen HP-5 ganz normal mit 400 ASA belichtet hast würde ich in ID-11, Perceptol oder D-76 entwickeln - kannste nix falschmachen und die Entwickler sind recht robust.
Halte einen temperaturbereich von 20-22 Grad ein.

Ein Monat über Ablauf macht überhaubt nix es sei denn Du hast den Film permanent geröngt oder auf die Sonnenbank gelegt.

Egal welchen Color negativ Film Du nimmst , die Entwicklung ist nicht "Amateurgerecht" recht aufwendig (Meherer Chemiewechsel und Temperaturetolleranz o,5 Grad) und muss doch sehr peniebel gehandhabt werde. Bringt keinen Vortel , da ein CN Film NUR richtig entwickelt werden kann und keine Kreativität bzw. Abstimmung auf die Motive zulässt wie ein s/w Film.

Viele Grüße



Offline DocDickie

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entwicklung ilford hp5
« Antwort #2 am: 23. März 2006, 20:16 »

also mit den 2 methoden meinte ich dieses s/w entwickeln und irgendwo hab ich mal gelesen das es bei manchen (monochrom?) filmen nur möglich is die "richtig" zu entwickeln.

die goßlabor technik fällt in der tat weg da der raum den ich als duka verwende einige schrägen und noch ein paar andere raffinessen vorweist.

was mich am meisten interessiert is das mit dem normal und dem feinkorn entwickler.

ich wüste auch gerne mal welche chemikalien ich wofür brauche um letztendlich zu einem print zu gelangen (PE-Papier).

und kan mir mal einer sagen was dieses ASA bedeutet?

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Gruß Dennis

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Offline willi1960

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entwicklung ilford hp5
« Antwort #3 am: 24. März 2006, 07:43 »

Also es gibt klassische s/w Filme die mit s/w Chemikalien entwickelt werden und
sogenannte monochrome Filme die auf der Colornegativtechnik aufgebaut sind.
Diese eignen sich nicht besonders gut für die Heimentwicklung da sie im CN Prozess entwickelt werden.Kann jedes Großlabor konstantet , billiger und besser.

An Chemie benötigst Du:
1.) Filmentwicklung
Entwickler - je nach Film und Aufnahmesitution angepasst
Stoppbad
Fixierbad
Netzmittel (Spüli)

2.) Papierentwicklung
Papierentwickler (z.B.Tetenal Eukobrom)
Stoppbad
Fixierbad

Schlusswässerung in beiden Fällen nicht vergessen.

Der Unterschied zwischen einem Feinkornentwickler und einem Standartentwickler ist die Art in der die Silberkristalle angeregt werden.

Bei einem Standartentwickler geht das in der Regel schneller - Schichtoberflächenentwickler
dafür wird die Empfindlichkeit des Filmes ausgenutzt.
Typen: Ilford Ilfosol S, ID-11,Microphen, Kodak D-76,  

Ein Feinkornentwickler arbeitet langsamer und dringt tiefer in die Schicht ein und nutzt die relative Empfindlichkeit nicht aus.
Ilford Perceptol

ASA bedeutet American Standart Assosiation.
Sie gibt die Relative Empfindlichkeit des Filmes an.
Früher gab es noch DIN Deutsche Industrie Norm
Heute Benutzt man ISO - International Standart Organisation

Zb. ASA 400 = 27 DIN = 27/400 ISO
    ASA 200 = 24 DIN = 24/200 ISO
    ASA 100 = 21 DIN = 21/100 ISO  

Je höher die Zahl umso empfindlicher reagiert der Film auf Licht.

Viele Grüße


Offline DocDickie

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entwicklung ilford hp5
« Antwort #4 am: 24. März 2006, 07:55 »

ok danke.

welchen sinn hat das spüli?

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Gruß Dennis

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Offline willi1960

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entwicklung ilford hp5
« Antwort #5 am: 24. März 2006, 08:19 »

Enspannt das Wasser und verhindert dadurch Trockenflecken !!!



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« Antwort #5 am: 24. März 2006, 08:19 »