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Fotos selber entwickeln - Dunkelkammer
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Autor Thema: Fotos selber entwickeln  (Gelesen 4890 mal)

Offline Liz88

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Fotos selber entwickeln
« am: 26. Dezember 2008, 23:43 »
Hallo,
ich habe jetzt mit dem Filme und Fotos entwickeln angefangen und habe mit der belichtungszeit probleme, denn i-wie belichte ich die bilder teilweise 2 min ehe ich überhaupt was sehe, wenn überhaupt! das passiert i-wie nach lust und laune...1 bild wurde was von insgesamt 6 bildern!
kann mir da wer tipps geben?

Fotos selber entwickeln
« am: 26. Dezember 2008, 23:43 »

Offline Rainer

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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #1 am: 27. Dezember 2008, 00:02 »
Hallo Liz,

du bist sehr sparsam mit Informationen. Konkrete Tipps lassen sich daraus nicht herleiten.

Im folgenden gehe ich davon aus, dass die Filme korrekt belichtet sind und das geschilderte Problem bei der Anfertigung von Vergrößerungen auftritt. Weiterhin unterstelle ich, dass es sich um SW-Filme handelt und auch um entsprechendes Fotopapier.

Aus der Ferne würde ich zunächst vermuten, dass das Fotopapier oder oder der Entwickler zu alt ist oder die falsche Konzentration hat. Es gibt aber auch zig andere Fehlerquellen. Es ist sogar schon vorgekommen, das jemand vergessen hat, nach dem Scharfstellen und vor der Belichtung  den Rotfilter aus dem Strahlengang zu schwenken (Anwesende natürlich ausgenommen) :rofl:

Um das auszutesten, solltest du ein Stück Fotopapier voll dem Licht aussetzen (also das normale Raumlicht anknipsen) und dann normal im Entwickler baden. Wenn es dann nicht innerhalb von wenigen Sekunden anfängt, schwarz zu werden, ist meine Vermutung richtig. Dann gilt es, die Fehlerquelle einzukreisen.

Sollten meine Annahmen nicht zutreffen, liegt es an dir, eine vernünftige Beschreibung des Versuchsaufbaus zu liefern. :wink:

Gruß

Rainer
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2008, 00:31 von Rainer »

Offline Liz88

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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #2 am: 28. Dezember 2008, 15:32 »
Ja, dass kommt daher, dass ich in diesem moment total deprimiert war und ich nich wusste was ich schreiben sollte...
der film war auch korrekt belichtet und entwickelt. Desweiteren hatte ich das schon mit bunten negativen gemacht und die wurden auch nicht besser...
Jep es sind schwarz-weiß filme und das komische war ja, dass ich schonmal damit fotos gemacht habe und die wurden was und das war bei meinem allerersten versuch! bei den anderen versuchen musste ich jedesmal die entwicklungszeit verdoppeln!
braucht man denn den rotlichtfilter zum fotosentwickeln?

hmm...kann ich ja mal testen...wenn das nicht passiert, könnte das dann an dem fotopapier liegen!

kann ja trotzdem mal genau aufschreiben wie ich probefotos mache!
1) ich lege den negativstreifen ein
2) stelle das bild scharf
3) stelle den vergrößerer aus
4) lege ein fotopapier ein (den rest zurück in die hülle)
5) dann lege ich eine postkarte drauf
6) fange mit 30 sek
7) 25 sek (ziehe ein stück der postkarte weg)
8) 20 sek
9) 18 sek
10) 16 sek
11) 14 sek
12) 12 sek
13) 10 sek
14) 8 sek
15) 6 sek
16) 4 sek
17) 2 sek

beim ersten mal hat das auch so sehr gut funktioniert, aber beim zweiten mal i-wie gar nicht und ich sah nur noch weißes, oder mal was ganz leichtes auf dem bild... dabei habe ich schon extra die belichtungszeit erhöht, teilweise sogar auf 2 min. aber mn sieht kaum etwas drauf!

18) dann lege ich das bild ins entwicklerbad (erst falsch rum) drehe es kurz danach um, ehe ich es umdrehe und dann dabei beobachte bis das bild entsteht, nach einer weile hole ich es dann heraus
19) stoppbad
20) fixierungsbad
21) Schlusswässerung
22) trocknen

so hoffe das is eine genauere erklärung meines versuches ;)

würd mich über ne antwort freuen!
vlg lis

Offline Rainer

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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #3 am: 28. Dezember 2008, 16:53 »
Hallo Lis,

deine Probestreifentechnik ist unüblich, aber das hat mit dem Problem nichts zu tun.

Hier ein Link:

http://www.achtung-analog.de/lab_logprobe.html

Ich habe immer mit der klassischen Methode gearbeitet, die im ersten Absatz beschrieben wird (immer 2 sec zugeben).

Dein Ablauf ist völlig richtig und wenn die Temperaturen stimmen, bleibt der Entwickler als Hauptverdächtiger. Entweder ist er zu alt oder verbraucht.

Setze neuen Entwickler an und wir sehen weiter. Da die Ergiebgkeit aller Arbeitslösungen begrenzt ist  (die Anzahl der Vergrößerungen eines bestimmten Formates steht auf dem Beipackzettel) darfst du die Buchführung nicht vergessen. Achtung: Fixierer ist bei gleicher Lösungsmenge schneller verbraucht als Entwickler.

Noch kurz zu den anderen Fragen:

Farbfilme können wegen der Orangemaske nicht auf normales Fotopapier vergrößert werden.

Der Rotfilter dient dazu, direkt auf dem Papier zu fokussieren. Er wird eingeschwenkt, man stellt scharf, dann ausschalten, Filter ausschwenken und dan belichten. Scharfstellen sollte man immer mit Offenblende, vergrößert wird mit abgeblendetem Objektiv (Blende 8 oder 11), um die Objektivfehler (Randunschärfen) zu minimieren.

Gruß

Rainer

Offline Liz88

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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2008, 00:51 »
Hey Rainer ^^
danke für den link, werde es mal so versuchen ;)
die temperaturen betragen rund 22°C und ich habe einen S/W positiv entwickler von Tetenal, da die mit der firma das immer an unserer schule gemacht haben, die hab ich aber auch erst vor ca. nem monat gekauft und da auch erst geöffnet! Zudem setzte ich den entwickler jedes mal neu an, da ich nur weiß, dass der fixierer öfter genommen werden kann.

doch das geht mit dem fotopapier was ich gemacht habe, trotz bunt-negativen! hmm...

ah coool, dass mit dem vergrößerer wusste ich so nicht (musste mir das ja selber beibringen)...danke werds beherzigen und morgen testen, hab heute nämlich nen neuen film entwickelt, der voll gut geworden ist und ich werd dann morgen auch von dem film ein paar fotos entwickeln!
bin gespannt ob das so klappt!
Nochmal danke für die tipps!
Werd bescheid geben, wie es geworden ist!
Drück mir die daumen!

VLG Lis

Offline Rainer

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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #5 am: 29. Dezember 2008, 01:02 »
Drück mir die daumen!

Daran soll es nicht scheitern. Wer Filme entwickeln kann, wird alles andere auch in den Griff bekommen.

Eins ist mir noch eingefallen:

Mir ist es schon passiert, dass ich das Papier falsch herum (d.h. die Schichtseite nach unten) auf die Grundplatte gelegt habe. Der Effekt war genau der gleiche wie du in beschrieben hast...

Achte mal darauf.


Offline Liz88

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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2008, 08:55 »
das problem dabei ist nur das ich nur noch ca. 2 wochen habe, dann muss ich das thema ausstellen und genaustens erklären können, da ich in meiner ausbildung son medienprojekt habe! und das stelle ich am 13 Januar aus!
und bis dahin wollte ich es schon können! und hatte auch mit dem gedanken gespielt, dass wenn es klappt, dass ich mir dann größeres papier kaufe und darauf ein paar fotos entwickeln! mal schaun ob das noch klappt!

ich werds beachten ;) gut das man das fühlt xD

Dangööö


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Re: Fotos selber entwickeln
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2008, 08:55 »