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Oxidation & Entwickler - Dunkelkammer
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Autor Thema: Oxidation & Entwickler  (Gelesen 8022 mal)

Horst

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Oxidation & Entwickler
« am: 02. Oktober 2005, 10:36 »

Hallo Freunde des Bromsilbers,

Ich benutze braune 1-Ltr.-Flaschen (Apotekerflaschen) zur Aufbewahrung meines Entwicklers.
Da ich meistens 30 x 40 Prints entwickle, habe ich davon jeweils zwei ( Entwickler, Stopbad, Fixer).
Wenn ich meinen Entwickler (EUKOBROM), nun zurück in die Flasche gieße, vergehen meistens 2-3 Wochen, ehe ich in wieder benutze.
Meine Frage:
Wie lange kann ich diesen Entwickler Aufbewahren, bis er kaputt ist.
Ich meine jetzt nicht die "Bildspurzeit" ( Zeit;- bis zum ersten Erscheinen einer sichbaren Zeichnung).
Diesen erneuere ich wenn es länger wie 1 Minute dauert ( kein Zeichnung sichtbar).
Ich meine, die reine Lagerzeit.   Entwickler geht ja bekanntlich durch Sauerstoff ( Luft)
mit der Zeit kaputt.
Merkt man dies auch an der Bidspurzeit ?  Oder;-  gibt es da noch andere Erkennungsmerkmale ?

Vieleicht kann mir "Willi1960" etwas weiter helfen ?

Besten Dank im voraus !
Gruß  Horst


Oxidation & Entwickler
« am: 02. Oktober 2005, 10:36 »

Offline willi1960

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #1 am: 02. Oktober 2005, 13:37 »

Hallo

So 2-3 Wochen ist normal schon das maximum !!!

Die Grenzen sind da auch fliessen (Temperatur - Lichteinfall usw.)
Ganz sicher ist die Sosse hin wenn Sie an auszuflocken oder DEUTLICH Dunkler wird.
(Ein Umschlag von Hellgelb nach dunkelgelb ist o.k. und normal aber wenn es braun wird
dann ist der Entwickler am ende).

Du kannst das verlängern wenn du die Flaschen von der darin über dem Entwickler stehenden
Luft befreist.Entweder die Flasche (Plastik ?) zusammendrücken bis die Flüssigkeit am Rand steht oder Faltflaschen verwenden (Sehen aus wie ne Ziehharmoika und kann man entsprechend zusmmendrücken) oder man nimmt PROTECTAN Spray  von Tetenal und sprüht das in die Flasche.Das wäre bei deinen Apotheker Glasflaschen der gangbare Weg.
Du merkst den Erschöpfungsgrad des Entwicklers an der Bildspurzeit und an "verwaschenen Schwärzen" (Sind nicht mehr Tiefschwarz sonder irgenwie "gräulich").
Du kannst auch den Entwickler verdünnen und als Einmalentwickler verwenden den man nach Gebrauch wegkippt.
Beim Fixierbad ist so die "Halbwertszeit" bei ca 4-6 Wochen wobei ich da kein Risiko eingehe.Wichtig ist sich zu notieren wann man die Chemie angesetzt hat (Aufkleber auf der Flasche oder Buch führen).
Beim Stoppbad riecht man es in der Regel oder man benutzt Indicet Stoppbad von Tetenal , das zeigt durch Farbumschlag die Erschöpfung an.
Beim Fixierbad kann man auch (ebenfalls von Tetenal) Teststreifen nehmen die den Erschöpfungsgrad der Chemie anzeigen.(weiss nicht ob es die noch gibt , weil ich Fixierbad immer reichlich früh wegkippe damit nix anbrennt.- ist ja billig genug im Vergleich zum Entwickler.Ich verwende immer Express - Fixierbad flüssig von Tetenal oder Amaloco.

Frage beantwortet ?



Horst

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #2 am: 02. Oktober 2005, 14:13 »

... Danke !
Braun, ist die Soße, bei mir eigendlich noch nie geworden. Gelb schon öffters.
Noch ne kleine Zusatzfrage:
Will Kosten sparen.
Stimmt es, daß man Stopbad, auch mit Zitronen-Saft ansetzen kann ?
Solche kl. Fläschchen die aussehen, wie eine Zitrone. Gibt`s im Lebensmittel-Geschäft.
Das wäre aber nur für den einmaligen Gebrauch.
Sinn könnte es machen, da der Fixer ja eigendlich auch Sauer ist.
Ist dies machbar ?

Gruß Horst


Offline willi1960

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #3 am: 02. Oktober 2005, 15:22 »

Also jetzt treibs aber Stilblüten !!!

Zitronensaft und auch das Zitronensaftkonzentrat beinhaltet Zucker.
Das gibt ne grosse Sauerei !!! Die Flecken kriegst Du nie mehr aus den Bildern raus und
gut kleben tuts auch.

Rein chemisch ist es richtig das meine eine alkalische Reaktion (Entwicklungsvorgang - Entwickler ist eine Lauge ) durch ein Säure unterbrechen kann.

Wenn Du sparen willst nimm Essigsäure aus der Apotheke !!! Beachte da die Konzentration 2% ig wenn ichs richtig im Kopf habe (2 Teile Säure auf 98 Teile Wasser) macht bei Ansatz von 1 Liter 980 ml Wasser und 20 ml Essigsäure).

Du sparst Pfennige. Aber der Zwck heiligt die Mittel.

Habe mir mittlerweile angewöhnt bei Maschienenverarbeitung dieses Tetenal Indicet zu verwenden um zu sehen wann die Brühe alle ist. Möchte mir nicht auch noch unnötigerweise das Fixierbad durch verschleppung von Entwickler versauen und benötige eine wirklich kurzfristige Stoppung der Entwicklung damit ich reproduziebare Ergebnisse bekomme.
Alles andere ist Dilletantismus.

Zitrone gehört an den Fisch oder ins Weissbier !!!



Horst

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #4 am: 02. Oktober 2005, 15:31 »

Sorry;-  war ja auch nur so eine Idde !

Danke fürs Feedback.
Horst
Wer sehen kann, kann auch Fotografieren.- Sehen lernen, kann allerdings sehr lange dauern.


Offline willi1960

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #5 am: 02. Oktober 2005, 15:54 »

Brauchst Dich nicht zu entschuldigen !!!

Aber ich sage immer geradeaus was ich meine !!!

Bevor Du Gerüchten nachgehst frag lieber nach !!!

Weiss bei weitem nicht alles aber was ich weiss werde ich gerne vermitteln !!!

Viel Grüße



Hartmut

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #6 am: 08. Oktober 2005, 19:00 »

Hallo Horst @ Willi

Auch ich benutze diese braunen Apothekerflaschen zur Aufbewahrung meiner Chemikalien. Davor habe ich Kunststoffflaschen benutzt und mein Entwickler war nach ca. 4 Wochen hinüber. Jetzt hält der Entwickler-Eukobrom,gebrauchsfertig angesetzt-mindestens 6 Monate !!! Die Bildspurzeit verlängert sich dabei von ca. 12 Sekunden auf ca. 18 Sekunden. Die Flaschen sind randvoll gefüllt, stehen lichtgeschützt in einem Schrank bei einer Zimmertemperatur von 13°C (Tagestemperatur heute 17.45 Uhr=17°C). Eine Bildspurzeit von 1 Minute ist bei Barytpapier viel zu lang, 20 - 25 Sekunden wäre ein Richtwert. Bei PE-Papier entspricht diese 1 Minute gleich der Entwicklungszeit und somit kann man den Entwickler gleich entsorgen-nicht wegkippen !!!
Ein weiterer Anhaltspunkt wäre die Quadratmeterzahl der entwickelten Bilder. Eine 10er Packung 30x40 Papier entspricht 1,2m². In 1 Liter gebr. Entwickler kann man ca.2 - 2,5m² Barytpapierbilder und ca. 5m² PE-Bilder entwickeln, danach ist der Entwickler und auch das Fixierbad hinüber. Einen ausgefockten Entwickler kann man gleich entsorgen.
Aus Spargründen würde ich auch kein Zitronensaft nehmen. Es ist schlichtweg das falsche Mittel.
Als Alternative würde ich eine Zwischenwässerung empfehlen und nach ca. 6 Bildern das Wasser wechseln.
Auch Essigsäure würde ich nicht nehmen da diese Säure sehr stark riecht !!

Tja Horst, wie Willi schon sagt: Zitrone ins Weissbier oder auf den Fisch aber nicht in die Duka.

Gruß   Hartmut


Offline willi1960

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Oxidation & Entwickler
« Antwort #7 am: 09. Oktober 2005, 16:12 »

Dem wäre nichts hinzuzufügen !!!

Gruss Willi


Horst

  • Gast
Oxidation & Entwickler
« Antwort #8 am: 10. Oktober 2005, 10:44 »

@  Hartmut,

Entwickler RICHT  auch !

horst

Wer sehen kann, kann auch Fotografieren.- Sehen lernen, kann allerdings sehr lange dauern.


leduc

  • Gast
Re: Oxidation & Entwickler
« Antwort #9 am: 19. Februar 2013, 12:22 »
Zitronensaft aus den gelben Fläschchen schädlich? Flecken? Wegen dem minimalen Anteil Zucker? Schwer vorstellbar. Die anderen verwendeten Chemikalien sind wohl wesentlich aggressiver für Papier und Silber als Zucker, und müssen deshalb ja auch gründlich rausgewaschen werden. Viel Zucker ist da eh nicht drin. Und bei Filmen wird der Zucker wohl kaum in den Träger eindringen. Ich sage: zur Not her mit dem Fläschchen!

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Re: Oxidation & Entwickler
« Antwort #9 am: 19. Februar 2013, 12:22 »