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Zusammenfassung

Autor: kristiene
« am: 24. März 2018, 18:59  »

Wenn ich ehrlich bin, finde ich Fotos in schwarz/weiß - oder besser gesagt in Graustufen - nach wie vor beeindruckender als Farbfotos. Was mir besonders gefällt, sind Fotos in schwarz/weiß mit einer EINZIGEN zusätzlichen Farbe zur Hervorhebung von Details.
Autor: rosa345
« am: 30. November 2012, 09:32  »

wobei man bei schwarz/weiss aufpassen muss! es wird ja auch gezielt eingesetzt für trauerkarten. aber ähstetisch ist s/w auf jedenfall. gerade bei aktaufnahmen kann man hier viel bessere ergebnisse erzielen
Autor: Lupe
« am: 15. September 2012, 15:46  »

Wie gesagt: ein Foto ist Kommunikation wie Sprache. Es kann eine Liebeserklärung an die Partnerin/den Partner sein (Publikum = eine bestimmte Person), aber auch der Aufruf, eine bestimmte Partei zu wählen.
Na dann muss ich meine  Brennweite wohl noch etwas erweitern.  ;D
Autor: Rainer
« am: 15. September 2012, 14:09  »

Soll man nun daraus schließen, dass ein Foto nur dann gut ist, wenn es ein breites Publikum findet?

Davon habe ich nichts geschrieben.

Wie gesagt: ein Foto ist Kommunikation wie Sprache. Es kann eine Liebeserklärung an die Partnerin/den Partner sein (Publikum = eine bestimmte Person), aber auch der Aufruf, eine bestimmte Partei zu wählen.

Motiv, Farben und Gestaltung (= Bildsprache) richten sich nach der Zielgruppe.
Autor: Lupe
« am: 15. September 2012, 13:19  »


Die Dokumentation ist aber nur eine Seite der Fotografie. Streng genommen gibt es kein Foto, das die Realität abbildet - schon alleine deshalb, weil es zweidimensional ist und nur einen bestimmten Ausschnitt in einem bestimmten Moment darstellt.

Ich sehe ein Bild, das ich einem anderen Menschen zeige, als Mittel der Kommunikation - ähnlich wie die Sprache. So vielfältig die Kommunikation ist so vielfältig sind die Stilmittel, derer ich mich bedienen kann, um meine Nachricht herüberzubringen. Als erster Stelle steht immer das Aufmerksam-Machen, denn ein Bild, das niemand ansieht, taugt nicht als Nachrichtenüberträger. 

Sicherlich, ein Foto sagt mehr als 1000 Worte. Aus Deinen Worten entnehme ich, das ein Foto wie ein Gemälde zu sehen ist. Das sehe ich auch so. Soll man nun daraus schließen, dass ein Foto nur dann gut ist, wenn es ein breites Publikum findet?

Ich habe Aufnahmen von Gebäuden gesehen, die um 1910 mit Plattenkameras gemacht wurden. Das war ausgezeichnete Fotographenarbeit. Die Platten zeichneten scharf und detailreich. Die Schatten waren nicht so hart wie bei den heutigen Digitalkameras und man konnte gut sehen, wie diese Gebäude zur Zeit ihrer Erbauung aussahen. Alle diese Fotos waren in S/W. Ich war begeistert, als ich einen kiloschweren Bildband, ungefähr im DIN A 1 Format, aufschlagen konnte, in dem der Neubau des Reichstagsgebäudes dokumentiert war. Mit einer Fototechnik aus dem 19. Jahrhundert. Nur wenige Menschen interessieren sich dafür und die Aufnahmen liegen heute in den Archiven. Nur interessant für Historiker, Architekten oder Stadtplaner.

Sind das nun schlechte Fotos?

Oder ist es ein gutes Foto, wenn es grell und verzerrt gestaltet ist und von Volksscharen gepriesen wird?  :think:

Vielleicht spielt technisch korrekte Bildgestaltung doch noch eine Rolle, auch wenn es von der Masse als langweilig betrachtet wird.

Autor: Rainer
« am: 15. September 2012, 12:20  »

Wie seht ihr das?

Es kommt immer darauf an, was der Fotograf mit dem Bild bewirken will.

Ein Meteorologe, der per Foto Erfahrungsaustausch mit seinen Kollegen betreibt, wird - ähnlich wie du - immer bemüht sein, das vorherrschende Licht so genau wie möglich zu rekonstruieren.

Aber selbst das funktioniert nur bedingt, weil jeder Mensch unterschiedlich sieht und seine Erinnerung durch die grauen Zellen gefiltert wird.

Die Dokumentation ist aber nur eine Seite der Fotografie. Streng genommen gibt es kein Foto, das die Realität abbildet - schon alleine deshalb, weil es zweidimensional ist und nur einen bestimmten Ausschnitt in einem bestimmten Moment darstellt.

Ich sehe ein Bild, das ich einem anderen Menschen zeige, als Mittel der Kommunikation - ähnlich wie die Sprache. So vielfältig die Kommunikation ist so vielfältig sind die Stilmittel, derer ich mich bedienen kann, um meine Nachricht herüberzubringen. Als erster Stelle steht immer das Aufmerksam-Machen, denn ein Bild, das niemand ansieht, taugt nicht als Nachrichtenüberträger.  Die weiteren Punkte kannst du in dem folgenden Link nachlesen, wo der Fotograf Andreas Feininger zitiert wird:

http://www.oih.rwth-aachen.de/AGs/FOTOAG/feininger.html (*)

Seine Bücher sind auch heute immer noch lesenswert und werden immer wieder neu aufgelegt. Man findet sie auch in jeder besseren Stadtbibliothek.

Gruß

Rainer

(*) Ich sehe gerade, dass man beim Klicken auf die Startseite umdirigiert wird. Wenn man auf den Link in diesem Forum

http://www.digitalfototreff.de/viewtopic.php?f=35&t=2404

klickt, funktioniert es noch. Merkwürdig.
Autor: Lupe
« am: 15. September 2012, 11:38  »

Das mit der Farbe und dem Kontrast interessiert mich mal. Ich versuche meine Bilder den originalen Lichverhältnissen anzupassen, ohne das sie über- oder unterbelichtet werden. Das heißt, wenn der Tag trübe ist, zeigt das Bild auch dieses trübe Wetter. Ist viel Licht da, so nehme ich das Licht als Stilmittel und das Bild wird entprechend hell.

Nun scheint das aber nicht so beliebt zu sein. So hat meine Kamera z.B. Farbkompositionen für Landschaftsaufnahmen, die das grüne Gras grüner machen, als es ist. Ich für meinen Teil mag das nicht.

Wie seht ihr das?
Autor: Lasse
« am: 15. September 2012, 08:07  »

Ich selber bin ein großer Fan von S/W-Fotografie und auch den 'Sepia'-Effekt habe ich gerne. Grundsätzlich nehme ich allerdings alle meine Bilder in farblicher Form auf. Den Rest kann man dann bequem später am Computer bearbeiten. So ist gewährleistet, dass man eine farbige Form des Bildes hat, wenn einem die S/W-Version nicht gefallen sollte.

Was den Verwendungsbereich der S/W-Fotografie angeht, schließe ich mich Lüder an. Mit einem farblosen Bild verbinde ich immer eine bestimmte Stimmung und die kann man besonders gut einfangen, wenn der Mensch das Motiv spielt oder aber die Szenerie in der Landschaft passt. Aber auch die Architektur eignet sich hervorragend für solche Bilder. Klar, manche Gebäude und Konstruktionen überzeugen durch ihre Farbe und den Kontrast - jedoch wundert man sich, dass es auch anders geht.

Grüße,
Lasse
Autor: Lupe
« am: 14. September 2012, 17:25  »

Danke für die Antwort. Daher also die zerfurchten Gesichter in S/W oder das Licht und Schattenspiel in der Aktfotografie. In der Architektur finde ich S/W nicht so berauschend, zumal Farbe auch Stilmittel in der Architektur ist.
Autor: digilux
« am: 14. September 2012, 16:47  »

Vieles ist Geschmacksache.
Für mich ist s/w da interessant, wo Linien und/oder Formen in Vordergrund stehen, in den verschiedenen Sparten, sei es Architektur, Akt oder Landschaft. Hängt sehr stark vom jeweiligen Motiv ab.
Im Gegenzug: Wo eben nicht Linien oder Formen im Vordergrund stehen oder stehen sollen hat in meinen Augen die Farbfotografie S/W abgelöst.

In Einzelfällen (also in besonderen Ausnahmen) finde ich spezielle "Formen" von S/W sehr spannend, etwa colorcey oder Einfärbungen (Sepia). Das sieht man sich aber schnell über, deshalb mag ich das wohldosiert...

LG Lüder
Autor: Lupe
« am: 14. September 2012, 16:18  »

Ich habe hier im Forum supertolle Schwarz/weiß-Aufnahmen gesehen. Meine Frage dazu. Wo setzt man schwarz/weiß vorteilhaft ein und was sind die Vorteile?