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AnfängerFRAGE - Kameras, Objektive, Gerätetechnik
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Autor Thema: AnfängerFRAGE  (Gelesen 3973 mal)

Offline ardnas

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AnfängerFRAGE
« am: 19. September 2005, 16:57 »

Guten Tag!

Welche Kamera würde man einem Anfänger empfehlen (analoge Spiegelreflex)um sich in die Fotokunst (Menschen, Begebenheiten, Gegenstände, Gebäude) einzuarbeiten?

Welche Unterschiede gibt es bei CANON 500, 1000 oder MINOLTA 3000, ....

Wie sieht es mit alten Spiegelreflexkameras aus (80iger Fabrikate)...Genügen solche Kameras für den Laien um sich in die Fotokunst einzuweisen, das Handwerk zu erlernen?

Wäre sehr dankbar für eine Antwort.


AnfängerFRAGE
« am: 19. September 2005, 16:57 »

Offline Jens

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AnfängerFRAGE
« Antwort #1 am: 19. September 2005, 20:55 »

Hallo ardnas,

willkommen!! Also,

In Antwort auf:
Wie sieht es mit alten Spiegelreflexkameras aus (80iger Fabrikate)...Genügen solche Kameras für den Laien um sich in die Fotokunst einzuweisen, das Handwerk zu erlernen?

Gibt eigentlich nur eine Antwort: JA

Das hat gleich mehrere Vorteile: Die Kameras gibt es oft schon deutlich unter Wert aus zweiter Hand, EbAY etc. Meistens ist noch eine Menge Zubehör dabei, Objektive, Filter. Zum Beispiel die gesamte Praktica Serie ist bei Ebay mit 2 oder drei Objektiven manchmal schon unter 50 Euro zu bekommen. Und das sind Klasse Kameras & Objektive.

Ältere Modelle haben einen unschlagbaren Vorteil: Sie können nichts  . Alles musst du ihn beibringen, selber Belichtung messen (intern oder extern), Blende, Zeit etc. Du kannst also alles selber einstellen - der beste Weg sich mit der Fotografie vertraut zu machen. Klar, ein paar Filme werden drauf gehen. Aber mit jedem wächst der Spass und die Qualität der Bilder.  

Wenn es also keine neue sein muss würde ich dir ganz ohne Bedenken diesen Weg empfehlen!

P.S.: Solche Kameras genügen nicht nur dem Laien ;) Auch Profis schwören auf sie..






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Horst

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AnfängerFRAGE
« Antwort #2 am: 20. September 2005, 06:30 »

... sehe ich auch so.
Eine Practika, oder eine Minolta, reicht am Anfang aus.
Dazu ein paar Bücher zum lernen, und los kanns gehen.

Sah vor kurzem bei "ebay" eine Minolta SRT 101 mit 3 Objektiven, für gerade mal 78,-Euro.

Gruß Horst
Wer sehen kann, kann auch Fotografieren.- Sehen lernen, kann allerdings sehr lange dauern.


Offline ardnas

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AnfängerFRAGE
« Antwort #3 am: 20. September 2005, 12:50 »

Vielen Dank für eure netten Antworten.
Ja, gebrauchte Kameras gibt es bereits sehr günstig über EBAY.
Es muss keine neue sein wenn man gerade erst alle skills, das Handwerk erlernen möchte.

Lieben Dank nochmal und viele Grüsse!


Offline mike

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AnfängerFRAGE
« Antwort #4 am: 29. September 2005, 19:35 »

Hallo, also als erstes muß ich jens mal recht geben. Für den Einstig in die analoge Fotografie sind die alten Dinger wirklich die besten. Wenn du aber mit einer neuen anfangen willst dann empfehle ich dir die Canon EOS 3000N. Sie hat verschiedene Programme sowie Kreativbereiche (letztere sind fürs lernen sehr interessant) - sie kann aber auch komplett manuell betrieben werden. Gruß Mike


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Offline Tommi Dilemma

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AnfängerFRAGE
« Antwort #5 am: 29. September 2005, 21:39 »
In Antwort auf:
Sie hat verschiedene Programme sowie Kreativbereiche (letztere sind fürs lernen sehr interessant)

Gerade soetwas ist doch für das Lernen des Handwerkes überhaupt nicht geeignet (Es sei denn vielleicht, man schränkt sich nur auf das fotografieren von Sonnenuntergängen ein

Achso, parallel zu einer Kamera ohne massenkompatiblen Krimskrams ist Fachliteratur (oder eventuel das Internet) unentberlich.


Offline mike

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AnfängerFRAGE
« Antwort #6 am: 30. September 2005, 00:22 »

Hallo Tommi, natürlich hast du recht. Wenn es darum geht Fotografieren "richtig" zu betreiben. Für den Anfänger ist es meiner meinung nach schon wichtig -ganz besonders am anfang- durch die verwendung einer "programmverschiebung" von Zeit und Blende z.b. die Bewegung des Wasser einzufrieren oder aber Tropfen darzustellen. Ich glaube das es hier schon wichtig ist auch mal kleine Hilfen der KAmera anzunehmen. Natürlich sollte man diese nicht immer verwenden, aber um zu verstehen bzw. das ergebnis zu beurteilen ist dies bestimmt nicht verkehrt. wie dem auch sei, schaden kann es nicht. Gruß Mike


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Offline Tommi Dilemma

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AnfängerFRAGE
« Antwort #7 am: 30. September 2005, 06:55 »

Achso, jetzt weiss ich was Du meintest. Für die Psyche, also für relative erste Erfolgsergebnisse ist soetwas vielleicht doch brauchbar.


Offline Jens

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AnfängerFRAGE
« Antwort #8 am: 30. September 2005, 08:59 »

Zudem können die Motivprogramme ja auch ganz hilfreich sein ein Gefühl für die Situation und entsprechende Zeiten/Blenden zu bekommen. Hat mir anfangs auch geholfen.

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willi1960

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AnfängerFRAGE
« Antwort #9 am: 30. September 2005, 09:42 »

Hallo

Zum Lernen und zum Begreifen wie das zusammenspiel zwischen Verschlusszeit-Blende funktioniert und um die "technik " zu verstehen kann man ruhig eine gebrauchte Kamera
aus den 70/80ern nehmen.

Die Technik des macht zwar die Bedienung einfacher aber ändert nicht die Fotografischen Gesetzmässigkeiten.

Eine Praktica würde ich dir nicht gerade empfehlen da das M-42 Schraubgewinde sehr umständlich ist und bis auf die Takumare von Pentax die Objektive nicht wirklich
die Krönung darstellen. (Auch nicht die von Zeiss (Jena)).

Empfehlungen :

Minolta SRT - manuelle, mechnische Kamera , Nachführbelichtungsmessung.
Spezielle CLC messung mit Betonung des unteren Bilddrittels - geniale Lösung zu der damaligen Zeit.Die Kamera würde ich aber nicht unbeding über ebay kaufen da die älteren Modelle doch Probleme mit dem Beli und den Dichtungen haben , lieber ein paar Euros mehr und dann beim Händler , die geben meist noch ne Garantie.
Minolta XE  - Kamera mit Zeitautomatik und manueller Einstellung. Metallschlietverschluss
mit 1/100 sec als Blitzsynchronzeit.
Canon FTb -  Wie SR-T (Die Kamera ist robust hat aber Probleme mit dem Verschluss)
Nikkormat -  Wie SR-T , Der Panzer unter der mechnischen , Vorteil stark mittenbetonte Messung (60/40) und 1/125 sec als Blitzsynchronzeit , Metallschlitzverschluss - meine empfehlung.
(habe letztens noche eine bei ebay gekauft , hat mit Vivitar 35-70 keine 40,00 Euro gekostet,Objektiv habe ich verschenkt aber das gehäuse ist Top).
Baureihe FT,FS - nicht nehmen , FTn + FT2 sind empfehlenswert , FT3 ist die letze der baureihe.
Es gibt auch die Version mitzeitautomatik nennt sich Nikkormat EL - absolut zu empfehlen.
Wenn Du etwas mehr Geld locker machen willst schau Dich nach ner Nikon F2 um.
Die Kult und Profikamera der 70/80er Jahre - musst aber für ein vernünftiges exemplar
mit 300 Euro rechnen - Vortel - die verliert keinen Wert mehr da sehr gesucht.
Pentax K Reihe.
K-1000 , KM , KX ,- Wie SR-T - viele Objektive erhältlich aber technisch nix aussergewöhliches.
K2 - Wie Minolta XE Reihe.
Die Yashica Modelle der Ära kenne ich nicht , Waren FR-1 und FR-2 - Eingeschränktes Objektivprogramm aber darunter "Echte " Zeiss Objektive wie Planare , Sonare usw. aber schweineteuer.
Contax RTS und 137 - Nach wie vor zu teuer - Für Edel Yashicas !!!
Olympus OM-1 - Wie Minolta SR-T nur kleiner und feiner und Motoranschluss.
Olympus OM-2 - Geniale Kamera mit zeitautomatik , wie Minolta XE aber mit Mitoranschluss und
TTL Blitzautomatik.
(Da diese Kameras von Olympus so klein sind ist eine Reparatur schwierig und überdurchschnittlich teuer).
Fuji ST Serie - modifizierter M-42 Anschluss , schon deshalb weniger empfehlenswert.

Damit die Experten nix zu meckern haben. Ich habe nichts gegen M-42 aber die Nachteile sind nun mal nicht von der Hand zu weisen.Umständliches An und Abschrauben. Fixpunk nicht immer gleich.Durch die zum Bajonett kleinere Anschlussöffnung treten bei langen Brennweiten und / oder Makroaufnahmen Vignettierungen im Sucher auf die doch Stören.Technisch halt nur ein Behelf.

Die anderen Kameras von Chinon , Porst , Revue , Zenit , Mamiya , Ricoh , Cosina usw. würde ich nicht in Betracht ziehen , da die Verarbeitung doch zu Wünschen übrig lässt.

Aus der eigenen guten Erfahrung kann ich Dir Nikkormat oder SRT/XE von Minolta empfehlen.
Sind beide o.k. Und Objektive gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel bis zum Abwinken.

Nikon hat einen Vorteil - das Grundbajonett wurde seit 1959 nicht verändert so das Objektive von heute (Ausser D serie , die haben keinen Blendenring mehr) an diese Gehäuse Angesetzt werden können. Teilweise mit Funktionseinschränkungen , aber passen tun Sie.
Andersrum passen alle Objektive seit 1977 (AI und AIs) auch an heutige Kameras , selbst an die Digitalen. ( Natürlich auch hier Funktionseinschränkungen).

Rechne für ne gute Nikkormat FTn oder FT2 mit nem 50er 2.0 um 100 - 120 Euro.Für ne gute EL musst Du zwischen 120 - 200 Euro anlegen.

Schau dier im Lden die Dichtungen an , wenn die kleben oder bröseln müssen die Ausgewechselt werden.Kein grosser Akt aber ein Argument den Preis zu drücken.
Wichtig ist auch das Spiegelanschlagkissen.(Sieht man , wenn man bei abgenommenen Objektiv durch die Bajonettöffnung schaut oben  - sondern Schwarzer Steeg , auf der Unterseite ist auch sone Dichtung.Die darf auch nicht bröseln oder kleben / schmieren.Bei ebay den verkäufer danach fragen.

Wenn die kameras an den Seiten klene Beulen oder dellen haben , kein Problem nur auf dem Prisma sollten keine sein - dadurch könnte der Bel Schaden haben - ganz schlimm bei Minolta da das CLC dann "umgekehrt" sein könnte (90%) dieser Fälle.Dann wunderst Du dich über falsch belichtete Dias.

Mehr Input - dann Fragen !!!

Viel Glück beim Suchen.


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AnfängerFRAGE
« Antwort #9 am: 30. September 2005, 09:42 »