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kann mich mal jemand analysieren... - Kameras, Objektive, Gerätetechnik
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Autor Thema: kann mich mal jemand analysieren...  (Gelesen 1794 mal)

Offline Imago

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kann mich mal jemand analysieren...
« am: 21. November 2005, 20:11 »

Guten Abend,

ich bin ganz neu hier und möchte, um nicht mißverstanden zu werden, gleich eines betonen: meine persönliche Frage soll keinesfalls als Neuauflage des ewig alten Themas "analog oder digital?" verstanden werden. Konkret verhält es sich so, daß ich wieder mit dem ernsthaften Fotografieren anfangen möchte. Bei meiner Orientierung betr. DSLR werde ich nun nach einigen Wochen den Gedanken nicht los (und kann mich eigentlich nicht richtig damit anfreunden), daß die DSLR-Bodys einer D50/70, EOS 350, Dynax 5D/7D etc. eine für meine "Psyche" geradezu horrende Halbwertszeit haben. Anscheinend kurz nach dem Kauf wieder veraltet, scheint sich jeder nach spätestens 2 Jahren wieder von seinem Fotoapparat zu trennen...
Vor diesem Hintergrund wage ich die Frage, ob es grundsätzliche Einwände dagegen gibt, entgegen dem Zeitgeist noch einmal eine analoge SLR zu kaufen. Ich denke mit Wehmut an meine vor 1 Jahr verkaufte EOS 30 mit 28-135 IS - das Ding vermittelte mir was, ich nahm sie einfach gerne zur Hand und frönte damit meinem Hobby (Technikfotografie, Eisenbahnfotos). Und ich trauere um meine EOS 30...und frage mich nun ernsthaft, ob ich mit einem DSLR-Kit wirklich so froh werden könnte. Ich hatte bei der analogen nicht das Gefühl, Mensch, das ist nur ein one-night-stand, bald kommt was Frisches. Gehe ich mir hier selbst auf den Leim ?
Gibt es irgendwelche Gedanken dazu ? Sterben innerhalb des nächsten halben Jahres alle Filmhersteller ? Werden Entwicklungen und Vergrößerungen unerschwinglich ? Ich wäre für jeden Gedankenanstoß dankbar.

Gruß,
Peter


kann mich mal jemand analysieren...
« am: 21. November 2005, 20:11 »

Offline mike

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kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #1 am: 21. November 2005, 21:33 »

Hallo Peter, tja ich habe mir vor gut drei Monaten noch eine Canon EOS 33 V gekauft und bereue nix. Klar die Zukunft spricht digital aber das sehe ich im Moment für mich nicht. Ich denke da genauso wie du... nach gut einem Jahr sind die meisten DSLR nicht mehr aktuell und überhaupt finde ich das man hier auch sehr schnell ins Knipsen verfällt. Aber davon mal ganz ab... ob digital oder analog entscheidet nicht über ein gutes Foto. Jedem das seine und wenn du dich mit dem Gedanken schwer tust dir eine digitale zu kaufen dann arbeite analog. Bei mir kommt immer das Gefühl hoch wenn ich so eine digitale sehe "Boah, doch eine kaufen?" Dann sehe ich die Preise und halte den Kasten in den Händen und.... ne ist mir zu teuer und außerdem habe ich das Gefühl mir ein PC vors Gesicht zu halten *gg*. Ich sage ja... in Zukunft werde ich mir bestimmt irgendwann mal eine Digitale haben aber später halt erst!. Ich möchte noch solange wie möglich der Klassischen Fotografie frönen und bin damit supi zufrieden - Gruß Mike


analog ist elvis, digital ist dieter bohlen! Let´s Rock ´n´Roll baby!

"Echte Männer essen keinen Honig - sie kauen Bienen!"

Horst

  • Gast
kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #2 am: 22. November 2005, 13:55 »

@  Peter,

Mike spricht mir mal wieder von der Seeele ( wie so oft ) .
Meine Meinung dazu: " ... war das schön" !

http://www.zeit.de/2004/36/Foto_36

In diesem Sinne:  "analog ist Elvis,- digital ist D. Bohlen".

gruß  Horst


Offline willi1960

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kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #3 am: 22. November 2005, 17:26 »

Hallo

Ich habe zwar mittlerweile 2 Digis , davon eine DSLR , aber mein Herz gehört nach wie vor den Analogen.Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen nach einem Arbeitstag am Rechner auch noch zuhause meine Digitale Dunkelkammer zu quälen und dann auch noch Stunden der Nachbearbeitung am PC zu verbringen.
Dann plansche ich doch lieber in der Chemie rum und betätige mich handwerklich in meinem analogen Labor.
Und dann erst die moderne Kameratechnik , leichte Plastikgehäuse und Objektive die vom Feeling her nicht befriedigen . Die absolute Elektronik und Batterieabhängikeit .

Wer gelernt hat mit ner Minolta SR-T oder Nikon F zu fotografieren und das Motiv zu gestalten tut sich mit der modernen Technik schwer. Und wenn ich KB verlasse und an die Mittelfomatboliden denke - da wird es mir ganz warm ums Herz.

Die digitale Technik ist nicht wegzudiskutieren und wird immer mehr Verbreitung finden da Sie dem modernen Lebebsgefühl "life for the moment" mehr entspricht als geselliges Zusammensein bei Dia oder Fotoabend.

das ist meine rein persönliche Meinung .

Vieleicht schreiben ja andere auch mal Ihre Gedanken nieder.

Ich für meinen Teil erachte ein Foto/Bild als Erinnerung und Gefühlsvermittler , viel zu schade um auf dem Display kurz begutachtet und dann gelöscht zu werden.

Viele Grüße



Horst

  • Gast
kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #4 am: 22. November 2005, 17:41 »

...  da kann ich "Willi" gut verstehen. Nehme ich eine Digi in die Hand, habe ich immer das Gefühl ich hätte eine Kinderkamera aus Plasik in der Hand.
Eine Minolt SRT 101 ist da dagegen ein echtes Schwergewicht. Von den schönen Objektive, die es für sie gibt, ganz zu schweigen.
Auch liebe ich die Stunden in der analogen Dunkelkammer. Ein Foto so lange Nachbelichten, Abwedeln, Zeiten verändern, und, und , und, bis es endlich so ist wie man es haben will.
Dazu schöne Musik im Hintergrund und ne Kanne Kaffee.  
Leute;- Ihr solltet da mal dabei sein.  Danach würdet Ihr mich verstehen.
Das ist "Photographie" pur.

So long !
Horst
Wer sehen kann, kann auch Fotografieren.- Sehen lernen, kann allerdings sehr lange dauern.


Offline R

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kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #5 am: 23. November 2005, 21:05 »

HAllo,
auch ich schließe mich meinen Vorrednern an.
Für mich gibt es nichts schöneres als mit meiner guten OM-2 auf ein Stativ montiert wartend in der Pampa zu stehen. Warten auf den Augenblick, den richtigen um den Auslöser per Draht zu betätigen. Links und rechts von mir stehen die De.... mit ihren ausgestreckten Armen und den merkwürdigen Tönen die ihre "Cams" von sich geben. Sie tun mir leid.
Und ich kann mit diesen Dingern einfach nix anfangen.
Ideal wäre eine Digitale Spiegelreflex die trotzdem noch die Möglichkeit hat einen Film aufzunehmen. Da wäre man doch für beides gewappnet. Fürs Knipsen und fürs fotografieren.

Andererseits muß ich mich ja nicht automatisch ausschließen. Ich habe neulich erst einen
Fuji Velvia ISO 50 durchbelichtet und dem Händler meines Vertrauens anvertraut mit der Bitte die Bilder auch auf CD zu schieben. Die Ergebnisse sind beachtlich. Auf jeden Fall so gut das man sie bedenkenlos auch an entfernte Verwandte per Mail versenden kann.

Daher Analog für immer.
Es grüßt Rüdiger

Gruß von der Alb - Rüdi
Alles was ich hier schreibe, ist nur meine persönliche Erfahrung und Meinung und nicht das 11te Gebot.
Für konstruktive Kritik bin Ich immer zu haben.

Horst

  • Gast
kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #6 am: 24. November 2005, 06:18 »

.....  das ist Musik in meinen Ohren !

Gruß  Horst


Offline blauer-regenmantel

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kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #7 am: 25. November 2005, 06:12 »

Kann mich den Analog-Fans nur mit allen bereits niedergeschriebenen Argumenten anbieten. Digital ist knipsen, analog ist fotografieren - das wird so bleiben. Ich tue mich aber zunehmend schwer mit dieser Ausschließlichkeit, soll heißen: hat nicht beides seine Berechtigung? Wenn ich durch meinen Garten laufe und schöne Makroaufnahmen der Blumen und Tiere machen will, dann geht halt nichts über ein gut geplantes, anaologes Bild mit der Leica. Der schnelle Schnappschuß draußen, das Urlaubsbild etc. rechtfertgen aber doch durchaus auch ein Digitalbild, oder? Außerdem lassen die digitalen sich schneller und besser online auf den Schirm bringen - die vielen Diskussionen um gute oder weniger gute Filmscanner beweisen das letztlich.
Entscheidender Gesichtspunkt ist für mich allerdings auch einerseits, daß ich gerne was in der Hand habe und daß andererseits die Halbwertzeit bei den neuen Digitalkameras enorm ist. Mit der Leica R7 habe ich ein Modell, das schwer ist (der Body ist schwerer als manch eine moderne komplette Digikamera mit Objektiven!), das aber noch wie Fotoapparat aussieht. Und die Kamera ist immer noch "modern" - auch wenn sie schon ca. 15 Jahre alt ist.
Ergo: Im Zweifel analog, aber bitte nicht als entweder / oder...
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kann mich mal jemand analysieren...
« Antwort #7 am: 25. November 2005, 06:12 »