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Makroobjektiv vs. Zwischenringe - Kameras, Objektive, Gerätetechnik
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Autor Thema: Makroobjektiv vs. Zwischenringe  (Gelesen 8948 mal)

Offline brummi

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Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« am: 28. Juli 2005, 19:35 »

Hallo,
ich taste mich so langsam an meine neue Kamera heran. Da mich Makrofotografie interessiert, bin ich auf ein günstige "Alternative" zu Makroobjektiven gestoßen: Zwischenringe. Ist es so, dass sie eine gute und wesentlich billigere Alternative zu den Objektiven darstellen oder sollte man davon lieber die Finger lassen (wegen wesentlich schlechteren Resultaten?)?
Würde mich freuen, wenn mir jemand den Unterschied erläutern könnte  ...
Danke schon mal im voraus!

Viele Grüße brummi


Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« am: 28. Juli 2005, 19:35 »

Offline Christian

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Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« Antwort #1 am: 28. Juli 2005, 22:33 »

Hallo,
Zwischenringe sind natürlich erst ab einer bestimmten Brennweite des Objetivs sinnvoll. Z.B. für den EF 25mm Zwischenring von Canon sollte das Objetiv mindestens 50mm Brennweite aufweisen.
Der Zwischenring vergrößert dann, da er zwischen Objektiv und Kamera geschraubt wird, die Distanz Rücklinse - Film bzw. Sensor. Dadurch kommt - sogesehen - nur ein verkleinerter Teil des Bildes auf die Aufnahmesubstanz. Die Naheinstellgrenze des Objektivs bleibt dann zwar die gleiche, doch kann man mit Zwischenring nur noch im Nahbereich fokussieren.

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Offline Jens

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Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« Antwort #2 am: 29. Juli 2005, 09:24 »

Hallo Brummi,

zu bedenken ist dabei auch, dass die Lichtleistung des Objektives auch insgesamt abnimmt.
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Offline brummi

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Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« Antwort #3 am: 31. Juli 2005, 21:44 »

Vielen Dank euch zweien, eure Antworten sind für mich sehr hilfreich!
brummi


willi1960

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Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« Antwort #4 am: 05. August 2005, 11:12 »

Hallo
Die Frage ob Zwischenring oder Makroobjektiv lässt sich so nicht beantworten!!!
Grundsätzlich muss man erst mal den Zweck in den Vordergrund stellen.

Will man einfach mal eben in den Nahbereich oder möchte man aus der Nah und Makrofotografie
eine Passion machen.

Zunächst mal die Definition Nah und Makro , das sind 2 verschiedene Definitionen.
Nah gleich alles vom Massstab 1:10 - 1:1 (Objekte 1/10 natürliche Größe - 1/1 natürliche Größe bezogen auf das Negativformat)
Dies bedeutet das z.b eine 1 Euro Münze auf dem Dia oder Negativ so groß abgebildet ist
wie sie in natura ist.(ca 24mm in der Höhe).
Alles was auf dem Negativ/Dia kleiner als natürliche Größe abgebildet wird is Nah alles was
gleich groß oder größer abgebildet wird ist Makro.

Ein Macroobjektiv ist recht teuer und kann "ohne" Zwischenringe nur bis ca 1:2 oder 1:1
darstellen , allerdings lückenlos von unendlich bis nah.
Die optische Qualität ist nur als SUPER zu bezeichnen zumal man dieses Objektiv auch
"normal" benutzen kann.Für statische Objekte empfehle ich ein Objektiv mit 50/60 mm Brennweite.Für scheue Kleintiere wie Insekten usw. ein Makro Tle mit 100/105 oder 200mm
Brennweite (ist auch eine Preisfrage).Ein 100/105er ist auch eine SUPER Portätbrennweite, also niemals eine Fehlinvestition.

Der Vorteil des makro Objektives ist ganz klar der weite Einsatzbereich und die absolut problemlose Handhabung.

Bei Zwischenringen, muss erst Objektiv ab , Zwischenring drauf , Objektiv drauf , Mist falscher ring , wieder ab und das gleiche von vorn - das Motiv ist wg und ich frustriert.
Beim Makrobjektiv drehe ich einfach am Entfernungsring und das Bild ist "gegessen".

So jetzt kommts - Als Objektive in Kombination empfehle ich "Nur" Festbrennweiten und auch NUR bis Masstab 1:1 (Ausgehend vom 50mm Objektiv) wegen der Qualität da viellinsige Zooms doch die letzte Schärfe vermissen lassen und auch zu umständlich und schwer sind.
(Können kann man (fast alles) , die Frage ist welche Qualitätsansprüche angelegt werden.)

Noch eins , will ich näher als 1:1 sollte man zusätzlich zu Zwischenringen oder Balgengerät greifen und das Objektiv in Retro Stellung (mit Umkehrring - Hinterlinse zum Objekt) verwenden.Dann kann man echte Makro´s machen (bis 12 : 1 z.b mit Balgengerät und 20mm Weitwinkel) - wie eingangs gesagt - was will ich erreichen ?

Mein Tip kann nur lauten Makroobjektiv und Zwischenringe oder Balgengerät , es gibt kein entweder oder.

Ausserdem empfehle ich ein Buch " Die Nah und Makrofotografie mit dem Minolta System" von Dieter Gabler.
Gibts nur im Antiquariat oder ebay für kleines Geld ist meines erachtens "das" Standartwerk
für den Amateur weil sehr gut und anschaulich beschrieben.

Geht zwar vom Minolta System aus ist aber egal da die optischen Gesetze allgemeingültig sind und für jede vernünftige SLR Systemkamera die angesprochenen Teile zur Verfügung stehen.

Viel Spass bei fotografieren

H.-Willi


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Makroobjektiv vs. Zwischenringe
« Antwort #4 am: 05. August 2005, 11:12 »