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Olympus OM-2 - Kameras, Objektive, Gerätetechnik
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Autor Thema: Olympus OM-2  (Gelesen 8578 mal)

Offline Beibo

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Olympus OM-2
« am: 15. Januar 2011, 11:06 »
Guten Morgen liebe Gemeinde!

Meine digitale Spiegelreflex hat den Geist aufgegeben.

Langsam nervt es mich so derartig, dass ich hier keine funktionstüchtige Kamera liegen habe, dass da nun was passieren muss.

Fein wäre natürlich, ich könnte meine Objektive weiterbenutzen, aber da eine Canon 7d beispielsweise einfach ziemlich Asche kostet kam mir ein anderer Gedanke.

Ursprünglich habe ich fotografieren, wenn man so will, bei meinem Vater gelernt und zwar analog, rein mechanisch und meist s/w. Mich zieht es immer wieder dahin "zurück" und ich hätte riesige Lust, das Analogfeld wieder neu zu entdecken, selbst Filme zu entwickeln (habe das ganze Zeug noch von meinem Papa, sogar Vergrößerer) usw.

Nun möchte ich mir also eine analoge SLR kaufen, die möglichst rein mechanisch arbeitet. Mein Budget ist wie gesagt begrenzt, außerdem werden ja dann Filme und Entwicklungskosten dazukommen.

Mehr als ein gutes 50er 1,4 brauche ich auch nicht.

Nun wurde mir die "Olympus OM-2" sehr ans Herz gelegt. Tatsächlich bekommt man das Ding ja schon relativ günstig auf Ebay.

Ich selbst kenne die Kamera noch nicht. Die meines Vaters waren von Nikon.


Was könnte Ihr mir zur OM-2 sagen? (Oder doch lieber OM-1?) Welche Alternativen gäbe es?

Blöde frage, aber kann man mit der Olympus und dem zugehörigen 50er knackig scharfe und bildqualitativ gute Bilder schießen?

Bin gespannt auf jedes Wort zum Thema!

Danke für die Hilfe,

Gruß!

Benedikt.

Olympus OM-2
« am: 15. Januar 2011, 11:06 »

Offline mikewhv

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #1 am: 15. Januar 2011, 12:50 »
Hallo,

ich habe mit der OM 10 angefangen und war sehr zufrieden, aus meiner sicht machst du mit einer OM 2 nichts verkehrt, autofokus ade, die hatte für die damilige zeit ein ausgeklügeltes belichtungsmess system, entsprechende ältere manuell zu fokusierende objektive sind relative günstig zu kaufen. Ich habe für eine 1,8 50mm und 2,8 135mm zusammen keine 50 € bezahlt. Was aber hinzu kommt wenn du deine analogen bilder (nagative/dia) schätzchen dann auch online präsentieren willst, dann braucht es einen geeigneten scanner. Es ist einfach eine rechenaufgabe, gebrauchte digitale an die deine objektive passen, oder om2 (andere) + objektive+kleinmaterial+scanner+material- und entwicklungskosten und qualitätsverluste bei der umwandlung analog zu digital.

Mike

Es gibt nur eine Regel in der Fotografie : Entwickle niemals einen Film in Hünchensuppe.  – Freeman Patterson

Offline Beibo

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #2 am: 15. Januar 2011, 13:40 »
Danke Mike,

ja, das bin ich schon alles am überdenken. Schwierig. Wegen einem Scanner: da will ich mich mit zwei Freunden, beide analog-liebende Fotografen zusammentun und was gescheites besorgen, durch drei geteilt geht das.

Autofokus benutze ich bei meinen Portraits um Makro sachen eh nicht wirklich, außerdem macht es mir Spaß manuell zu fokussieren - Übung macht da den Meister. Auch einfach mal wieder ein gescheites Metallgehäuse mit ordentlichen "Knöppen und Kurbeln" in der Hand - allein darauf freue ich mich schon wieder wahnsinnig. Und ein Bild auf Fotopapier entstehen zu sehen, das ist auch eine wahre Freude. Der Gedanke, dass sich da tatsächlich "organisch" was tut ist mir auch eigentlich sympatischer als 100100101000001010.

Trotzdem weiß ich natürlich auch die Vorzüge des digitalen zu schätzen.

Aber es sieht tatsächlich danach aus: jetzt ist erstmal wieder Zeit für analoge Zeiten, zu digital wird man immer wieder zurückkehren können. Bei analog ist das schon fraglicher.

Wie hoch sind denn die Qualitätsverluste von analog zu digital einzuschätzen?
Mit welcher Auflösung scannen gute Scanner?

Gruß!

Benedikt

Offline mikewhv

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #3 am: 15. Januar 2011, 14:57 »
Hallo,

schau da mal nach, es gibt bestimmt noch mehr spezialisten http://www.filmscanner.info/

Ich besitze einen ältern canon s 8000 der scant max mit 2400 dpi wenn dann noch staub und kratzer mit bearbeitet werden sollen bedeutet das zeit mitbringen, richtig zeit. Moderne scanner liefern heute eine bessere auflösung aber nicht auf irgendwelche interpolierten auflösungen schielen das ist reine augenwischerei.

Mike
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Offline Beibo

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #4 am: 15. Januar 2011, 15:35 »
Danke!

Aber mit der Olympus kann ich nichts verkehrt machen? Die Kamera soll schon ordentlich was taugen! Damit meine ich nicht irgendwelche Automatiken, sondern einfach Abbildungsleistung!

Gruß!

Offline mikewhv

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #5 am: 15. Januar 2011, 17:32 »
Hallo,

viel schnik schnak bekommst du nicht in die hand, solide mechanik mit etwas elektronik also ohne batterien läuft nichts, falls das gewünscht ist must du noch etwas weiter in der zeit zurück, viel spaß.
Die om2 sp hat eine spot messung aber die ist seltener und wird teurer gehandelt.

Mike

http://de.wikipedia.org/wiki/Olympus_OM-2
Es gibt nur eine Regel in der Fotografie : Entwickle niemals einen Film in Hünchensuppe.  – Freeman Patterson

Offline Rainer

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #6 am: 15. Januar 2011, 17:44 »
Hallo Benedikt,

nur zur Klarstellung: die OM-2 ist keine mechanische Kamera; der Verschluß wird elektronisch gesteuert.

Wenn es wirklich eine "mechanische" sein soll, käme die alte OM-1 oder die OM-3 bzw. OM-3Ti in Frage.

Andere Mütter haben aber auch schöne Töchter.

Wenn du bei der Bildqualität mit einer DSLR mithalten willst, brauchst du zwangsläufig einen dedizierten Filmscanner wie z.B. einen Nikon Coolscan 5 oder 5000. Ein Flachbettscanner der Mittelklasse (mit Durchlichteinheit) wie der Canoscan 8400 kann da nicht annähern mithalten. Die nominellen Prospektwerte der Auflösung darf man ruhigen Gewissens halbieren. Ich habe beides zu Hause und habe selber verglichen. Beim Scannen kommt es auch nicht nur aufdie Auflösung an, sondern auch auf die Fähigkeit, mit großen Dichteumfängen fertig zu werden.

Der Link von Mike ist sehr empfehlenswert; es gibt dort auch ein Forum, in dem sich viel Erfahrungswissen angesammelt hat.

Ich würde heute nicht mehr mit einer analogen Kamera arbeiten wollen. Du hast mit deiner DSLR Pech gehabt; das kann mit einer analogen Kamera auch passieren.

Gruß

Rainer

Offline TK-FotoFreund

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #7 am: 25. Januar 2011, 12:45 »
Nun wurde mir die "Olympus OM-2" sehr ans Herz gelegt. Tatsächlich bekommt man das Ding ja schon relativ günstig auf Ebay.

Hallo Bendedict

die OM-2 ist schon ein Klasse Gerät. Mikroprismenring zum scharfstellen. Da konnte man noch manuell scharf stellen. Was die Kamera halt hat ist eine Dynamische Belichtungsmessung direkt auf der Filmebene. War zur damaligen Zeit schon ein Ding.
Aber wie Rainer und Mike schon angemerkt haben, bis du damit zum digitalen Bild kommst, braucht es viel Geld und Geduld. Allein der Scanner ist schon ein ordentlicher Bazen.
Gut Filmentwicklung in s/w ist sicher ein spannendes Thema. Aber das geht heute Digital besser. UNd die tollen Filme welche damals so besondere Bilder erzeugten. Obs die heute noich gibt?
Aber Info rund ums OM system findest auch hier.
Mein Vater hat noch eine OM-2 mit ein paar Linsen, die er eigentlich nicht mehr benutzt. Ob er die hergibt?

LG Thomas

Offline Beibo

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #8 am: 26. Januar 2011, 09:02 »
Hallo Thomas,

danke, für Deinen netten Beitrag!

Glücklicherweise darf ich bei einem Freund hier in Berlin die OM-2 einmal ausleihen und ein paar Filme durchjagen. Da bleibt mir zwar noch nicht soo viel Spielraum zum rumexperimentieren mit eigener Entwicklung, etc. aber ich kann die Kamera in der Hand halten und vielleicht schon ein wenig abschätzen, wie gut ihre Abbildungsleistung ist, nachdem ich die Filme eben woanders habe entwickeln lassen.

Vielleicht hängt Dein Vater ja sehr an den "guten alten Zeiten" und somit an seiner Kamera?! Hier drüber wäre jedenfalls jemand, der genau diese gute alte Qualität sehr sehr schätzen würde und sorgsam damit umginge!

Liebe Grüße!

Benedikt

Rob

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #9 am: 03. April 2012, 14:05 »
 :wink:  Die OM 2 ist ein tolles Teil. Für Nachtaufnahmen mit dem 1,4  super. (1,2er Objektiv verzeichnet ein wenig). Die OM2 ist klein,handlich und bei Regen schnell unter die Jacke zu verstecken.
Und was die Kwalität der Bilder der Bilder angeht ,die sind einfach toll. Es gibt neuerdings einen Kleinbildfilm, die Bilder macht ohne sichtbare Körnung.  Es ist die Ektar 100 von Kodak. Hier sieht man bei den Abzügen nicht mehr, ob die vom Digi mit 16 MP kommen oder vom Analogen. Ein guter andere Kamera wäre die Nikon F501 ,
die ist fast wie die F4 nur etwas abgespeckt und leichter. Hat aber alles. Ich liebe jetzt die analoge Fotgrafie noch mehr ,seit es die Ektar 100 gibt. Die Digimist habe ich auch......ein wenig Kälte und die Akkus gehen in die Knieen. Und die Elektronic ist anfällig.  Mein Hasselblad 500 CM und Exakta 66 tun es immer noch....und alles rein mechanisch. Da kannst Du mit in Urlaub fahren und die Teile funktionieren immer. Wenn ich in Drittländer gehe, nehme ich einen OM2 und einen Nikon FE10 mit. (Sollten die geklaut werden ,ist es nicht so tragisch.) Beim Kleinbildfilm kann man heute die negativen einscannen.(Es gibt Flachbettscanner die einen Vorrichtung zur Aufnahme von Kleinbildnegative haben.) Und mit ein Fotoprogramm kann man diese dann genauso bearbeiten (nachdem abspeichern) und ins Internet setzen oder auf CD speichern. Ich habe einen Canon 8000F und muss sagen es geht alles. Klar es gibt bessere Scanner...aber die kosten. Also wofür einen Leistungsschwache Digi kaufen die bei Kälte verreckt . Für Fotoreportagen in West Europa nehme ich meine F4S von Nikon und einen OM2. Die haben mich noch nie im Stich gelassen. Also kaufe einen OM2 und den Ektar 100 und Du wirst sehen welche schöne Bilder dabei rauskommen. Viel Spaß beim Fotografieren. :wink:

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Re: Olympus OM-2
« Antwort #9 am: 03. April 2012, 14:05 »