Vermutlich waren an diesem Ring mal zwei Stopper eingeschraubt, die dafür gesorgt haben, dass sich die Linse nur in einem bestimmten Bereich bewegt..
Davon ist auszugehen.
Man kann sich aber helfen, indem man die Fokussierung an Ort und Stelle, d.h. in der Filmebene kontrolliert. Dazu klbest du bei geöffneter Rückwand ein Blatt Transparentpapier (Schreibwarenhandel) in passender Größe auf die Filmbühne.
Dann befestigst du die Kamera auf einem Stativ (oder andere feste Auflage) und stellst sie ans Fenster. Blende ganz offen. Verschluss auf T, d.h. offen, bis man wieder auslöst. So kannst du die Fokussierung auf der improvisierten Mattscheibe kontrollieren. Hilfreich ist, wenn man als Betrachter im Dunkeln agiert, d.h. sich eine Decke über Kopf und Kamera zieht, so daß nur das Objektiv vorne frei ist.
Wenn du jetzt so fokussierst, dass der Horizont scharf ist, hast du die Unendlichstellung gefunden. Markiere die Stelle an der Objektivplatine, die dem Unendlichzeichen gegenüber steht und du hast die Fokussierung "kalibriert".
Hier ist eine bessere Aufnahme der Kamera:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Kodak_junior_six-20_series_II_front_closup.jpgIch vermute, dass diese Blechnase über den Ziffern 2,5 die Markierung zum Einstellen ist. Wenn allerdings jemand an der Kamera herumgebastelt hat und die Linsenfassung nicht korrekt wieder eingeschraubt hat (die Gewinde haben in der Regel mehrere Gänge), nützt diese Erkenntnis nichts. Da hilft dann nur die beschriebene Methode.
Gruß
Rainer