welcher graufilter? im Foto Forum (Zubehör digitale Kameras )

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Thema: welcher graufilter?  (Gelesen 4363 mal)
« am: März 04, 2010, 07:52:27 »
mimöschen
Meister


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Beiträge: 507


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hallo zusammen,

ich habe vor mir einen oder auch zwei graufilter zuzulegen.

wie bei allem, gibts 1000 verschiedene zur auswahl. welcher oder welche machen sinn?

die 2 oder 4fach, wenn ich das richtig verstanden habe sind nur zum verlängern der belichtungszeit, wenn es draußen sehr hell ist

64 oder 1000fach wenn man zum beispiel wasser fotografieren möchte.

kann man die auch kombinieren? zum beispiel, wenn ich mir einen 4fach und einen 64fach zulegen würde und gerne eine noch größere abdunklung hätte oder macht das dann eher weniger sinn?

also fragen über fragen, hab schon hier und da bißchen gelesen, aber so richtig schlüssig bin ich noch nicht. also ist euere fachmännische hilfe wiedermal gefragt.

danke schonmal für eure hilfe


grad noch gesehen.... ist das cokin-system empfehlenswert und sinnvoll?

« Letzte Änderung: März 04, 2010, 08:20:45 von mimöschen » Gespeichert

silvia
« Antworten #1 am: März 04, 2010, 08:28:38 »
digilux
Gold Member


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Beiträge: 4.266


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Hallo Silvia,
ja, so einer steht bei mir auch noch auf der Liste vorm Sommer... Und auch ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Stärke ich nehmen soll. Wahrscheinlich aber ein 64x, denn, sollte ich mal "weniger" brauchen, kann ich das ja mit 1 oder 2 ISO-Stufen ausgleichen - da ist ja Luft drin. Ganz sicher wird es ein B+W werden, von denen habe ich schon das Polfilter und bin sehr zufrieden damit. Und da viele meiner Objektive ein 77er Durchmesser haben, wird's der natürlich. Für kleinere Objektive habe ich dann Adapterringe auf die kleineren Maße, das ist viel billiger, als verschiedene Filter. Bei Weitwinkel (etwa unter 24mm KB) verhindert ein größeres, mit Adapterring montiertes Filter zudem die Gefahr von Abschattungen durch den Filterrand.

LG Lüder
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Sometimes a brain is more important than a fancy camera.  (geklaut - aber richtig.)

Zitat: "Man sieht nur mit dem Sucher gut - Antoine de Saint-Photographie"
(in einem anderen Forum gefunden... ist doch nett, nicht???)
« Antworten #2 am: März 04, 2010, 17:32:35 »
Downunder
Gold Member


WWW
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Beiträge: 3.191


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Hi,
für landschaftsfotografie sind diese filter sehr wichtig, ich würde sagen sogar unerlässlich. Du kannst die normalen Graufilter kaufen, dort würde ich dir empfehlen den ND 4 zu kaufen. Falls du noch einen zweiten willst, dann nehme noch den ND 8. Der ist aber dann schon recht stark. Wie gesagt, es kommt darauf an  für was du es brauchst. du kannst damit natürlcih genial Wasser in Bewegung fotografieren. Wenn du aber darüber nachdenkst, würde ich dir auch empfehlen die Verlaufs Graufilter zu kaufen. ich brauch die oft und kombiniere einen normalen Graufilter auch noch mit einem Verlaufsgraufilter. Beispiel: du bist an einem Strand und fotografierst die Brandung und der himmel ist relativ hell, aber der Strand ist recht dunkel. Du willst aber das Wasser in Bewegung haben. dann nehme ich einen ND 2 Graufilter und noch einen ND4 Verlaufs Graufilter......und schon habe ich meinen gewünschten Effekt.
Ich habe mir Anfangs die Graufilter von B+W gekauft. War eigentlich damit recht zufrieden. Kann ich auch nur empfehlen. Wenn du aber als landschaftsfotograf flexibel sein willst und auch filter kombinieren willst, dass würde ich dir zu einem Steck-System raten wie man es von Cokin kennt. Cokin ist einer der bekanntesten Hersteller solcher Systeme. Da kannst du dann filter problemlos übereinander legen. Zum Teil 3-4 filter übereinander (falls es unbeding nötig ist). Und das wichtigste bei diesen Filter (vorallem wenn du Verlaufsfilter hast) du kannst den Verlaufsfilter in der Höhe schieben, somit kannst du bestimmen wie stark und ab wo du diesen Effekt haben willst. Viele Raten von diesen Systemen ab, da anscheinend die Qualität nicht so gut sei wie mit Schraub-filtern. Das kann sein. Lass dir aber eines sagen. Die meisten landschaftsfotografen arbeiten mit solchen Filtern. Die Schraubfiltern sind für mich als landschaftsfotgraf nicht zu gebrauchen. Also wenn du Scharubfilter willst, dann kann ich dir B+W empfehlen und bei dem Steckfiltersystem Cokin. gehe mal unter www.cokin.com schauen.
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http://www.billsphotography.ch
http://www.blogz.ch/downunderphotography/

Gruss Bill

"We don't take photographs with cameras.We take them with our hearts, we take them with our minds." - Arnold Newman
« Antworten #3 am: März 05, 2010, 07:32:00 »
mimöschen
Meister


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Beiträge: 507


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danke für deine ausführliche erklärung. nachdem ich das cokin-system entdeckt hatte, habe ich auch damit gelieäugelt, weil es auch in meinen augen wesentlich flexibler ist als die schraubfilter und ich auch  mehr möglichkeiten zum experimentieren habe. ich werde mich dann auch dafür entscheiden.
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silvia
« Antworten #4 am: März 05, 2010, 18:11:25 »
PC-Flo
Starfotograf


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Beiträge: 73


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hey,

sry, dass ich deinen Thread jetzt für meine Frage missbrauche   laugh

Aber wieso sind Graufilter für Landschaftsaufnahmen schon beinahe Pflicht?

Graufilter passen meines Wissens die hellen und dunklen Bildbereiche an ein neutrales Grau an.
z.B. wird der sehr helle Himmel ein bisschen abgedunkelt --> Passt sich an die (dunklere) Landschaft besser an und hat wieder Zeichnung. (kein überbelichteter weiß-stechender Himmel)
Die dunklen Stellen werden logischerweiße aufgehellt.

Dadurch entsteht ein gleichmäßig belichtetes Bild.

Nützliche Nebeneffekte eines Graufilters

ca. 2 Blendenstufen abgedunklet -> ermöglicht längere Belichtungszeiten oder eine geringe Blende für möglichst wenige Schärfentiefe.

Aber ich habe in einer Zeitschrift mal gelesen, dass sich ein Grauflilter (bzw. die meisten) nur auf die Bildränder auswirken, welchen Sinn hat das?

Falls meine Beschreibung zum genannten Filter nicht stimmen sollte, oder noch wichtige Eigenschaften zu nenen sind bitte korrigieren.

MfG
Flo
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« Antworten #5 am: März 05, 2010, 18:33:55 »
digilux
Gold Member


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Beiträge: 4.266


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nee, so ganz stimmt das nicht. Der Graufilter ist eine farbneutrale (eben graue) Folie, die je nach Wirkungsgrad mehr oder weniger Licht durchlässt, in jedem Fall aber für die eine oder andere Blende "Lichtverlust" sorgt. Normalerweise wird das ganze Bild "verdunkelt". Ausgefressenen STellen wird dadurch entgegengewirkt.
Eine Sonderform sind die von Bill genannten Grauverlaufsfilter, bei denen ein Teil des Filters grau ist, was dann ins nichts ausläuft. Hier wird dann nur ein Teil des Bildes (z.B. der helle Himmel) abgedunkelt.
Eine "Anpassung" an Neutralgrau geschieht also nicht, da keine Aufhellung der dunklen Bereiche geschieht...

LG Lüder
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« Antworten #6 am: März 05, 2010, 21:09:36 »
Rainer



Beiträge: 6.503


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Ausgefressenen STellen wird dadurch entgegengewirkt.

fehlt da evtl. ein "nicht" ?

Ein Graufilter ändert jedenfalls nichts an den Kontrasten. Wenn diese zu groß sind, fressen entweder die Lichter aus oder die Schatten saufen ab.
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« Antworten #7 am: März 05, 2010, 21:29:43 »
digilux
Gold Member


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Beiträge: 4.266


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Nee, ein "nicht" war da nicht eingeplant, aber durch Deinen Hinweis merke ich, daß ich das etwas verquer ausgedrückt habe. Stimmt natürlich: In dem Maße, in dem "ausgefressenen Stellen entgegengewirkt" wird, saufen am anderen Ende die Tiefen ab... Weil: Kontraste werden nicht vermindert...
Schönen kontrastreichen Abend noch! Grin

Lüder
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« Antworten #8 am: März 05, 2010, 21:49:59 »
Rainer



Beiträge: 6.503


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Um die noch offene Frage

Aber ich habe in einer Zeitschrift mal gelesen, dass sich ein Grauflilter (bzw. die meisten) nur auf die Bildränder auswirken, welchen Sinn hat das?

zu beantworten:

So wie du das Gelesene in Erinnerung hast, stimmt es jedenfalls nicht.

Es gibt allerdings Filter, die der Randabschattung (Vignettierung) entgegenwirken. Da sind sog. Centerfilter, die in der Mitte grau eingefärbt sind und zum Rand hin klar werden - ein konzentrischer Grauverlaufsfilter sozusagen. Damit wird erreicht, dass das Bild bis zum Rand hin gleichmäßig belichtet ist. Diese Technik kommt aber nur im analogen Bereich bei starken Weitwinkelobjektiven für Mittel/Großformatkameras zum Einsatz.

Siehe auch http://www.schneiderkreuznach.com/pdf/foto/centerfilter.pdf

Gruß

Rainer
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« Antworten #9 am: November 11, 2011, 22:52:07 »
Jamo



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Beiträge: 3.100


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Ich hole mal das Thema hervor.
Ich fahre über Silvester eine TOur durch UK und überlege, mir dafür auch einen Grauverlaufsfilter zu kaufen.
Hab mal mit der Forensuche hier ein bisschen rumgelesen.

Ich frage mich jetzt, wo der Unterschied ist zwischen dem Stecksystem von Cokin und anderen Schraubsystemen. Nur bei dem System von Cokin ist es möglich mehrere Graufilter zu kombinieren? Ich dachte so Schraubfilter haben dann auch wieder ein Gewinde wo man einen anderen Filter anbauen kann. Vertu ich mich da?
Und ist das System von Cokin dann Größenunabhängig?

Würd mich freuen wenn ihr meine Unwissenheit beseitigen könnt *g*

gruß,
Manu
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