Hallo Tanja,
das wichtigste ist der Blick für Motive - und daran scheint es dir nicht zu fehlen

In vielen Fällen wird aus einem mittelguten Bild ein gutes Bild, wenn du den passenden Auschnitt wählst. Wenn man das bei der Aufnahme übersieht oder es technisch nicht möglich ist, macht man das zu Hause am PC. Das rote Blatt ist ein gutes Beispiel dafür.Links, unten und rechts etwas abschneiden und schon kommt es gut zur Wirkung.
Schön wäre noch, wenn es vollständig in der Schärfeebene liegen würde, d.h. die Eiskristalle am Blattrand komplett scharf wären. Wegen der geringen Schärfentiefe bei Nahaufnahmen gelingt das nur, wenn du die Kamera möglichst exakt ausrichtest.
Das erste Bild leidet unter dem Hintergrund. Wenn du mit der Kamera etwas tiefer gegangen wärest, gäbe es nur den gleichmäßigen bewölken Himmel als Hintergrund. Die Hinweise auf die Schärfentiefe und den passenden Ausschnitt treffen auch für dieses Bild zu.
Es gibt noch eine wichtige Regel für gute Bilder: der Fotograf sollte zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Die richtige Zeit bedeutet: das Licht muss passen. Fotografieren ist "Zeichnen mit Licht" (wörtliche Übersetzung aus dem Griechischen). Das Licht hängt natürlich vom Wetter ab (das wir nicht beeinflussen können), aber auch von der Tageszeit oder sogar von der Jahreszeit. Manchmal ist das Zeitfenster für ein gutes Bild sehr klein, w.B. wenn man eine Blüte im Garten im Seitenlicht haben will, damit sich ein dunkler Hintergrund ergibt.
Ich will an dieser Stelle erst einmal unterbrechen; Rom ist ja auch nicht an einem Tag errichtet worden. Wenn du etwas Zeit hast, lohnt auch ein Blick auf die Seiten aus unserer Linksammlung:
http://forum.foto-faq.de/foto-faq-linksammlung-t4090.0.htmlGruß
Rainer