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Fokusieren mit Makrolinse - Zubehör digitale Kameras
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Autor Thema: Fokusieren mit Makrolinse  (Gelesen 7930 mal)

Anja_01

  • Gast
Fokusieren mit Makrolinse
« am: 31. Januar 2007, 22:18 »

Hallo,
ich habe heute erstmalig mit meiner neuen Makrolinse expirimentiert und gleich eine Frage zur Fokusierung:
s. Beispielbild, hätte ich hier besser ganz unten fokusiert um nicht diese Unschärfe nach oben und unten zu haben? Und dann mit der Blende die gewünschte "Tiefenschärfe" erreichen?
Mir ist bei diversen Aufnahmen eine gut scharfe Mitte und unscharf auslaufende Ränder aufgefallen.
Gruß
Anja


Fokusieren mit Makrolinse
« am: 31. Januar 2007, 22:18 »

  • Gast
Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #1 am: 31. Januar 2007, 22:31 »

Im Nahbereich verteilt sich die Schärfentiefe in etwa gleichmäßig nach hinten und vorne. Deshalb sollte man auf die Mitte fokussieren.

Ich frage mich aber, weshalb Du die Kamera nicht senkrecht zur Buch/Zeitungsseite ausrichtest, wenn Du alles gleichmäßig scharf haben willst.

Gruß

Rainer


  • Gast
Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #2 am: 31. Januar 2007, 22:36 »

Um Mißverständnisse zu vermeiden: die optische Achse muß senkrecht zum Zeitungsblatt ausgerichtet werden. Die Sensorebene befindet sich natürlich parallel dazu.


Offline Aragorn

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Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #3 am: 31. Januar 2007, 22:49 »
Gibt es einen Unterschied der Tiefenschärfeverteilung zwischen Fern- und Nahbereich??? Eigentlich verteilt sich die tiefenschärfe ja 2/3 nach hinten und 1/3 nach vorne.

Bei allem anderen kann ich bei Rainer unterschreiben? Warum keine senkrechte Anordnung? Die Tiefenschärfe sit im Nahbereich sehr klein. Sie hängt schließlich von der Blende und dem Abbildungsmaßstab ab. Da der Abbildungsmaßstab immer größer wird im Makrobereich wird die Tiefenschärfe bei gleicher Blende immer kleiner. Also durchaus mal auf 9-14 abblenden! Daher auch die Lichtprobleme bei der Makrofotografie!

Gruß
Markus

Wer zur Quelle will muß gegen den Strom schwimmen!

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  • Gast
Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #4 am: 31. Januar 2007, 23:14 »

Ja, die Faustregel für die Verteilung der Schärfe ist eben nur eine Faustregel.

Das beste und einfachste ist, auf Schärfetieferechnern selber nachzusehen:

http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm

Gruß

Rainer


Offline gliderpilot

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    • Digitale Schwarzweiss-Fotografie
Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #5 am: 01. Februar 2007, 21:51 »

In Antwort auf:
Gibt es einen Unterschied der Tiefenschärfeverteilung zwischen Fern- und Nahbereich??? Eigentlich verteilt sich die tiefenschärfe ja 2/3 nach hinten und 1/3 nach vorne.


Ich würde sagen, da machst du es dir etwas zu einfach Guck mal hier rein, da wird genau erklärt, wie es funktioniert...

Wolfgang


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Offline Aragorn

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Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #6 am: 02. Februar 2007, 12:25 »
Genau, so eine Rechnung und dann ich der ich Physik nie gemocht noch verstanden habe
Schön finde ich auch den Präambel-Satz: möglichst einfache, verständliche und richtige Herleitung der wesentlichen Formeln zur Verfügung zu stellen......

Mal abgesehen davon behauptet er das die RegeL: "Die Tiefneschärfe sei unabhängig von der Brennweite" (an einer Kamera, also wenn der Zerstreuungskreis ebenfalls gleicht ist) falsch sei. Erklären tut er das aber nicht, zumindest nicht ohne das man den gesamten Formelwust durchschaut hat. Feininger allerdings hat in seinem Standardlehrwerk genau dieses behauptet und etliche sehr gute Fotografen die auch viel von der Technik verstehen behautpen dies auch. Leider habe ich das Feininger-Buch momentan verliehen und kann es nicht nachlesen.

Gruß
Markus
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Offline Rainer

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Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #7 am: 02. Februar 2007, 14:36 »
Irrtümer halten sich sehr lange, auch unter Fachleuten - bis jemand die Rechnung überprüft. Das ist nicht ungewöhnlich. Ich erinnere nur an die Mär, unter der viele Kinder leiden mußten, nämlich daß der Eisengehalt des Spinats besonders hoch sei. Heute weiß man, daß ein simpler Kommafehler dafür verantworlich war. Seit ich daß weiß, schmeckt mir auch der Spinat wieder :-)

Die alten Regeln waren ja nicht so unbrauchbar, daß sie zu technisch schlechten Bildern geführt haben. In erster Annäherung hat es gepaßt. Das wiederum ist aber kein Beweis für die Richtigkeit der Regeln.

Die Diskussion, ob Feininger oder O. Jennrich recht hat, bringt kein Ergebnis, ohne sich in die Formeln zu vertiefen. Das ist nicht jedermanns Sache (meine auch nicht). Allerdings gibt es ja genug Schärfentiefe-Rechner im WWW, so daß jeder die Möglichkeit hat, das zu überprüfen.

Gruß

Rainer

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Offline Aragorn

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Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #8 am: 02. Februar 2007, 14:53 »

Oky habe die Datne mal in den oben genannten Rechner eingegebn und tatsächlich variieren die ausgespukten Tiefenschärfenbereiche beui gleichem Abbildungsmaßstab. Jedoch marginal, sodaß man sicher getrost bei der alten Faustregel bleiben kann.

Gruß
Markus

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Offline willi1960

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Fokusieren mit Makrolinse
« Antwort #9 am: 05. Februar 2007, 10:24 »

Die Brennweite hat nix mit der Schärfentiefe zu tun - das ist eine Sache des Abbildungsmasstabes.
Mache den praktischen Versuch.

Benutze ein WW , Normal und Tele - achte darauf , das Du im Sucher immer den gleichen Bildausschnitt hast (Abbildungsmasstab)- bei WW eben näher ran als bei NN usw.
Bei GLEICHER Blende hast Du die gleiche Schärfentiefe.

Nicht nur Feininger sonder auch Gabler , Keller und andere haben das nachgewiesen.

In der Praxis fällt es aber nicht so doll auf , da wohl keiner mit nem 20er WW ein Porträt versucht - es sei denn im Karneval - Pppnasen alaaf !!


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« Antwort #9 am: 05. Februar 2007, 10:24 »